Bayern: FFP2-Maskenpflicht ab Montag

Update vom 13.01.2021:

Bei der FFP2-Masken-Pflicht gibt es nun konkretere Angaben: Kinder unter 15 Jahren sind von der Pflicht, FFP2-Masken zu tragen, ausgenommen. Allerdings gilt für sie trotzdem weiter die Maskenpflicht. Außerdem hat der Freistaat Bayern angekündigt, Masken zur Verfügung zu stellen, damit die FFP2-Masken-Pflicht nicht zum finanziellen Problem wird. Für Bedürftige sollen kostenlose Masken über die Landratsämter ausgegeben werden. Man habe frühzeitig Masken bestellt und befürchte deshalb keine Engpässe. Ministerpräsident Markus Söder betonte aber, dass die FFP2-Masken-Pflicht nur im öffentlichen Raum und beispielsweise nicht am Arbeitsplatz gilt. Außerdem muss eine FFP2-Maske zwar ab dem 18. Januar getragen werden. Sanktionen gegen Menschen, die keine FFP2-Maske tragen, wird es bis zum 25. Januar aber nicht geben, um so einen Übergangszeitraum zu schaffen.

Home-Office

Die Staatsregierung fordert außerdem mit Nachdruck, dass möglichst viele Arbeitnehmer im Home-Office arbeiten. Dafür soll es auch steuerliche Vergünstigungen geben, um einen Anreiz für die Arbeitgeber zu schaffen. Allerdings gebe es kein Home-Office-Recht sondern man setze auf Freiwilligkeit.

Söder wagt keine Prognose

Der Ministerpräsident betonte, dass er ein Ende von Maßnahmen nicht nennen kann und wird, denn man müsse weiterhin das Infektionsgeschehen beobachten und dementsprechend reagieren. Desweiteren sagte er, dass es in der Corona-Pandemie nie zu früh für Maßnahmen sei und man nie davon reden könne, dass man noch Zeit habe. Man handle in Bayern lieber zu früh als zu spät und blicke auch mit Sorge auf die Corona-Mutationen.

12.01.2021

Ab Montag gilt es: Im ÖPNV und Einzelhandel muss künftig eine FFP2-Maske getragen werden. Das teilte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am 12.01.2021 bei einer Pressekonferenz mit. Zudem wird eine Testpflicht für Pendler eingeführt. Der Grund: Weiterhin sei auffällig, dass die Anzahl an Coronafällen im Grenzgebiet höher sei, so Söder. Eine Testung einmal in der Woche könne laut Söder das Infektionsgeschehen eindämmen und besser abbilden.

Sorge beim Impfen
Immer noch Sorge bereite dem Ministerpräsident die Impfbereitschaft. Mittlerweile sind in Bayern knapp 140.000 Menschen geimpft worden. Um die Bereitschaft zu erhöhen, fordert Söder, eine Impfkampagne zu starten. Dadurch sollen Menschen aus der Medizin, der Öffentlichkeit und der Politik eine Vorbildfunktion übernehmen. Eine allgemeine Impflicht werde es nicht geben, betont Söder. Jedoch sei es vorstellbar, für besondere Gruppen eine Impflicht einzuführen. Dies habe bereits der Deutsche Ethikrat angesprochen und diskutiert.

Schule und Kita
„Schule ist nie perfekt. Der Start war nicht perfekt. Es war ein ordentlicher Start.“ So beschreibt Ministerpräsident Söder den Schulstart nach den Weihnachtsferien. 12 zusätzliche Server wurden für den Schulstart verwendet. Damit konnte eine zehnfache Leistung bei mebis geschaffen werden. Kultusminister Michael Piazolo zeigte sich optimistisch bei der Pressekonferenz. Er weist die Kritik gegenüber dem Kultusministerium zurück. Auf Kritik seitens der Schüler, dass Ausstattung für den Unterricht fehle, wies er darauf hin, sich beim Schulleiter bzw. Schulleiterin zu melden, um Ausstattung anzufordern. Diese werde man dann auch bekommen. Zudem können sich jederzeit bei Fragen Schüler und Eltern ans Kultusministerium wenden.

Mutation des Virus
Besorgt zeigte sich Söder beim Thema mutierter Virus. Erfreulich sei dort, dass der Impfstoff wohl auch dagegen helfe. Der mutierte Virus sei aggressiver, vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen. Deswegen sei die Entscheidung, einen Lockdown für Schule und Kita zu haben, positiv, so Söder weiter. (sh)