Bayern: Perspektiven für die bayerische Kulturszene

Die emotionale Seele Bayerns erhalten – Das ist der Kerngedanke der Pressekonferenz mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach heute Vormittag.

„Bayern ist ein Kulturland und es hat große Einbußungen in den Unternehmen gegeben“, so der Ministerpräsident. Deshalb wurde der kulturelle Rettungsschirm auf 200 Millionen Euro aufgestockt. Dabei werden vor allem die folgenden drei Bereiche unterstützt:

– Direkte Hilfe der Künstler mit insgesamt 140 Millionen Euro

Bisher wurden mit 90 Millionen Euro Künstler, die in die Künstlersozialkasse (KSK) einzahlen, mit 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate unterstützt. Jetzt ist die Mitgliedschaft bei der KSK keine Voraussetzung mehr für die Förderung, sodass auch freiberufliche Journalisten, Techniker, Maskenbildner und Kameraleute unterstützt werden. Damit konnte die Zahl der Nutznießer auf 60.000 verdoppelt werden.

– Unterstützung der Spielstätten mit insgesamt 50 Millionen Euro

Die Förderung richtet sich an rund 700 kleinere und mittlere, professionelle Theater und rund 260 Kinos.

– Musikschulen und Laienmusik mit insgesamt 10 Millionen Euro

Auch die Laienmusik werde unterstützt. Vereine, Chöre und andere Gruppen können mit jeweils rund 1.000 Euro rechnen, so Söder.

Jetzt sei es an der Zeit für einen Neustart des kulturellen Lebens, so Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler. Aber einen konkreten Zeitpunkt für die Eröffnung gebe es noch nicht. Aktuell werden Schutz- und Hygienekonzepte entwickelt, um das kulturelle Leben wieder aufleben zu lassen. Darunter fallen Gedanken, wie das Reduzieren der Besucherzahlen, ein langsamens Hochfahren nach Pfingsten im Rahmen von zum Beispiel Open-Airs und eine Aufnahme der Saison in den Häusern ab Herbst.

Auch die Film-Produktion wurde thematisiert. Dabei ist Bayern bereit, sich mit 5 Millionen Euro an einem bundesweiten Ausfallfonds für künftige Kino-Produktionen zu beteiligen, so Digitalministerin Judith Gerlach. Demnach sei das Geld für die Produktionen, die zwar geplant, aber wegen Corona nicht realisiert werden konnten.

(vl)