Bayern: Kinderpornografie – die Gefahren im Internet

Heute ist „Safer Internet Day 2021“ – der Aktionstag für mehr Online-Sicherheit. Gerade an diesem Tag gilt es vor sexuellem Missbrauch und Kinderpornografie zu warnen. Denn der Schutz der Kinder hat laut Bayerns Justizminister Georg Eisenreich höchste Priorität.

„Es ist ein wichtiger Tag für alle, die ein sicheres Internet für Kinder und Jugendliche wollen“, so Eisenreich. Denn das Internet mache vieles im Leben leichter, birgt aber auch viele Gefahren. Vor allem in Pandemiezeiten sollten Eltern auf die Handys ihrer Kinder achten.

Laut Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz tauchen auch in Schülerchats immer wieder strafbare Inhalte auf. „Manche Schüler halten das bloß für Spaß. Ihnen ist nicht klar, dass hinter jedem Bild und hinter jedem Video das Leid eines Kindes steht“, warnt Eisenreich. Deshalb hat das Justizministerium zusammen mit dem Lehrerverbänden und dem Kultusministerium die Arbeitsgruppe „Strafbare Inhalte in Schülerchats“ ins Leben gerufen. Ergebnisse dieser sollen zeitnah präsentiert werden.

Laut Georg Eisenreich hat Bayern lange dafür gekämpft, dass Ermittler im Kampf gegen Kinderpornografie „Keuschheitsproben“ einsetzen dürfen – und durchgesetzt. Dabei handelt es sich laut dem Tagesspiegel um computergenerierte kinderpornografische Bilder, welche täuschend echt aussehen sollen. Solche Inhalte brauche man nämlich häufig als Eintrittskarte zu den streng abgeschotteten Pädophilen-Zirkeln. Zutritt bekommt laut Tagesspiegel nur der, der selbst Kinderpornografie anbietet. Somit sollen Pädophile identifiziert und überführt werden.

„Der Staat muss alles dafür tun um Kinder bestmöglich zu beschützen“, so Eisenreich. Die Täter dürfen sich in der Anonymität des Internets nicht sicher fühlen.

(Bildquelle: Pixabay)

(lm)