Bayern: Lockdown-Ende Mitte Februar nicht sicher

Jetzt steht es auch in Bayern fest – der Lockdown wird bis 14. Februar verlängert und damit auch die bestehenden Maßnahmen. Verschärfungen gebe es aber nicht. Das verkündete heute Ministerpräsident Markus Söder bei seiner Pressekonferenz nach der bayerischen Kabinettssitzung. Nach dem gestrigen Bund-Länder-Treffen meinte Söder, dass Bayern mit gutem Beispiel voran gehe und die anderen Länder jetzt nachziehen müssen. Hier die Maßnahmen im Überblick:

Wechselunterricht für Abi- und Berufsschulabschlussklassen
Abi- und Berufsschulabschlussklassen bekommen vom 01. Februar bis vorläufig zum 14. Februar Wechselunterricht. Da sie ihre Abi – bzw. Abschlussarbeiten vor anderen Schulen haben, dürfen sie wochenweise wieder in den Präsenzunterricht. Abgesehen davon wurden an allen Schularten die Prüfungstermine angepasst. Die aktuellen Prüfungstermine sehen sie hier.

Notbetreuung in Kitas – Distanzunterricht in Schulen
Die Schüler werden laut Söder während der Pandemie besonders belastet. Ihm ist es wichtig, dass der bayerische Bildungsstandard aufrecht erhalten bleibt. Trotzdem wird der Distanzunterricht bis 14. Februar verlängert. In Kitas soll es Notbetreuung für die geben, die es brauchen.

Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen
Das Alkoholverbot soll auch weiterhin in Bayern an öffentlichen Plätzen durchgesetzt werden. Was als Öffentlichkeit zählt, wird von den Kommunen festgelegt. Ein landesweites Alkoholverbot ist nicht mehr möglich, da der Bayerische Verwaltungsgerichtshof dies außer Vollzug gesetzt hat. Söder möchte aber keine „Party to go“.

Grenzkontrollen zwingend notwendig
Laut Ministerpräsident Söder wirbt Bundeskanzlerin Merkel vor dem Europäischen Rat für einheitliche Corona-Maßnahmen. Wenn diese nicht umgesetzt werden, betont Söder, dass Grenzkontrollen zwingend notwendig sein werden.

Sorge vor Ausbreitung der Virus-Mutation
Söder warnt davor, dass sich die Corona-Mutation auch hierzulande durchsetzen könnte. Ein mutierendes Virus, dass sich schneller verbreite, sei nicht nur hochgefährlich, sondern es sei auch wahrscheinlich, dass es sich stärker verbreite, sagte er. Der Lockdownn helfe aber dabei, die Verbreitung zu bremsen.

Homeoffice-Appel
„Wo immer es geht, muss Homeoffice her“, so Söder. Er appelliert an die Arbeitgeber Homeoffice, da wo es die Tätigkeiten zulassen, einzurichten. Die Unternehmen die das ermöglichen, sollen dauerhaft steuerliche Anreize bekommen. Die betriebliche Praxis solle dadurch aber nicht kaputt gemacht werden.

Höhere Impfbereitschaft bei Pflegepersonal wünschenswert
Da das Impfen laut Söder die einzige Langzeitstrategie ist, kritisierte er die Impfbereitschaft beim Pflegepersonal. Trotzdem sind 80 Prozent der Erstimpfungen in Alten- und Pflegeheimen bereits durchgeführt.

(lm)