Bayern-Lockdown: „Geduld, Vorsicht und langer Atem“

Verlängerung des Teil-Lockdowns bis mindestens 20. Dezember

„Die Intensivbetten sind ausgelastet“, so beginnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die heutige Pressekonferenz zum Bayern-Lockdown. Die Zahlen würden zwar insgesamt stagnieren, jedoch sei man immer noch auf einem hohen Niveau. Für Söder sei der Teil-Lockdwon ein Teil-Erfolg, jedoch steigen die Todeszahlen weiterhin an. Die hohen Zahlen in Bayern erklärt sich Söder durch die Grenznähe zu Österreich, Schweiz und Tschechien. In Europa gilt das Coronavirus derzeit als häufigste Todesursache.

„Wir bleiben deshalb im Team Vorsicht und Umsicht. Alle Betriebe, die bisher geschlossen sind, bleiben auch zu.“ - Ministerpräsident Markus Söder

Hotspot-Gebiete

In Hotspot-Gebieten wird es in Innenstädten ein Alkoholverbot und ein Verbot von Wochenmärkten, außer bei Lebensmittelmärkten, geben. Ab einer Inzidenz von 200 wird es ab der 8. Klasse Hybrid-Unterricht und Wechselunterricht geben. Die Maskenpflicht gilt weiterhin an den Schulen. Neu ist, dass bei einer Infektion nicht die ganze Klasse für vierzehn Tage in Quarantäne gehen muss. Die Quarantäne gilt lediglich für fünf Tage, danach wird mit Schnelltests getestet und weiter verfahren. Kitas und Grundschulen sowie die Unterstufe bleiben offen. Ab einem Inzidenzwert von 300 sollen schärfere Regeln gelten. Ausgangsbeschränkungen seien dann auch möglich.

Weihnachten/Silvester

Wie gestern von Bund und Ländern beschlossen, gilt auch in Bayern an Weihnachten, dass sich maximal zehn Menschen, egal aus wie vielen Haushalten, treffen dürfen. Auch an Silvester wird diese Regelung beibehalten.

Einzelhandel/Hochschulen

Im Bereich der Innenstädte soll weiter entzerrt und reduziert werden. So gilt ein Mensch auf 20 Quadratmeter bei Großmärkten ab 800 qm. Generell bestehe die Möglichkeit einer Maskenpflicht komplett in Innenstädten. Hochschulen und Volkshochschulen sollen komplett auf Distanz-Veranstaltungen setzen.

Wirtschaftshilfen

Für die betroffenen Branchen soll es wirtschaftliche Hilfen geben. Für das Schulpersonal werden 300.000 FFP2-Masken kostenlos verteilt.

Quelle: bayern.de

Tagestourismus

Wer künftig für einen Tagesausflug ins Ausland fährt, muss in Bayern für zehn Tage in Quarantäne. Dadurch will die Staatsregierung verhindern, dass viele Menschen in den Weihnachtsferien zum Skifahren nach Österreich fahren. In Bayern sind alle Skilifte und Bergbahnen geschlossen.

(sh)