Bayern und Corona: Ministerpräsident Markus Söder kündigt Schärfere Regelungen für Corona-Hotspots an

Eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Verschärfung der Kontaktbeschränkung und Einschränkung des Alkoholverkaufs und Konsums – die Staatsregierung hat heute beschlossen, dass Kommunen diese Regeln für Corona-Hotspots ausweiten können, falls besonders viele Neuinfektionen auftreten. Die Sperrstunde für Lokale kann zudem auf 23 Uhr beschränkt werden. Über diese neuen Möglichkeiten informierte jetzt Ministerpräsident Markus Söder im Anschluss an die Kabinettssitzung.

 

„Wir stehen jetzt an einer Weggabelung. Wir dürfen in Deutschland nicht die Geduld und die Nerven verlieren.“ – Ministerpräsident Markus Söder

 

Falls in einem Landkreis oder einer Kommune die Marke der 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche  überschritten wird, sollen die neuen Verbote entsprechend erlassen werden. Diese sollen aber nicht automatisch gelten. Falls es zu einem lokalen Corona-Ausbruch kommt, der auf einen bestimmten Kreis begrenzt werden kann, so zum Beispiel bei Erntehelfern auf landwirtschaftlichen Betrieben, dann müssen die verschärften Regeln nicht eintreten.

 

Zudem warnt Söder nochmals eindringlich vor einer Reise zum Supercup-Spiel in Budapest am Donnerstag. Jeder der dort hinfährt bzw. -fliegt müsse bei der Rückkehr nach Deutschland einen Test machen und sich anschließend in Quarantäne begeben, da Budapest als Risikogebiet eingestuft wurde und eine Reisewarnung gilt.

 

Neben einem möglichen Alkoholverbot an großen Plätzen, können auch die Kontaktbeschränkungen wieder ausgeweitet werden. So dürfen sich dann nur noch fünf Personen bzw. zwei Haushalte treffen. Insgesamt soll künftig mehr regional und lokal reagiert werden. Schule und Wirtschaft seien die Top-Prioritäten. Zudem sei „Eindämmung statt Durchseuchung“ die bayerische Strategie.

(sh)