Besser schlafen mit Feng-Shui: Inneneinrichtung nach fernöstlicher Lehre

Vermutlich kennt jeder dieses wunderbare Gefühl, nach einer tiefen, erholsamen Nachtruhe gut ausgeschlafen aufzuwachen. Die Qualität des Schlafes beeinflusst zu einem nicht unbeträchtlichen Teil, in welcher Stimmung wir den Tag erleben. Dabei ist es ganz normal, dass wir manchmal besser und manchmal weniger gut schlafen. Wer jedoch dauerhaft unter Schlafstörungen leidet, fühlt sich irgendwann in seinem Alltag deutlich eingeschränkt und wird früher oder später einen Arzt aufsuchen müssen.

Neben professioneller Hilfe gibt es außerdem eine Vielzahl an Dingen, die man selbst tun kann, um einen gesunden Schlaf zu fördern. Dazu gehören die richtige Schlafhygiene und eine entspannte Grundhaltung. Auch die fernöstliche Einrichtungslehre Feng-Shui soll dabei helfen, sich im Schlafzimmer maximal wohlzufühlen.

Den Fluss des Qi wiederherstellen

Feng-Shui kommt ursprünglich aus China und bedeutet so viel wie „Wind und Wasser“ – zwei Elemente, die endlos in Bewegung sind. Im Zentrum der Lehre steht das Qi, die Lebensenergie. Genau wie Wind und Wasser befindet sich diese Energie im besten Fall in einem harmonischen Fluss, der ein gesundes, vitales Lebensgefühl ermöglicht. In einem Raum, in dem das Qi sich gut bewegen kann, fühlen wir uns sicher, geborgen und wohl. Ist das Qi im Schlafzimmer jedoch blockiert, empfinden wir Stress und können nur schwer entspannen. Beeinflussen lässt sich diese Lebensenergie beispielsweise durch die Farben, Formen, Materialien und Ausrichtungen verschiedener Möbel im Schlafzimmer.

Die richtige Ausrichtung des Bettes

Viele Verbraucher machen sich Gedanken darüber, wie Sie aus der großen Auswahl an Modellen das passende Bett aussuchen können. Diese Entscheidung ist auch nicht zu unterschätzen. So kann es beispielsweise durch eine unbequeme Schlafposition zu Rückenschmerzen kommen. Tatsächlich spielt es bei der Schlafzimmereinrichtung eine mindestens ebenso große Rolle, wie das Bett im Raum ausgerichtet ist. Nach Feng-Shui beispielsweise sollte das Bett niemals mit dem Fußende zur Tür stehen. Das liegt daran, dass diese Position mit dem Tod assoziiert wird. Wenn jemand stirbt, wird der Leichnam in der Regel mit den Füßen zuerst aus dem Raum getragen. Das Kopfende hingegen befindet sich im besten Fall an einer Wand, sodass das Bett nicht frei im Raum steht. Zuletzt wird das Bett so ausgerichtet, dass es nicht zwischen Tür und Fenster steht. Auf diese Weise stünde es nämlich in einer Art direktem Qi-Durchzug zwischen den beiden Zimmeröffnungen. Dies würde eine innere Unruhe auslösen, die den Schlaf stören könnte.

Das Schlafzimmer – ein Yin-Raum

In traditionellen chinesischen Philosophiesystemen stehen die beiden Grundkräfte Yin und Yang sich gegenüber. Yang steht für das männliche Prinzip, für Helligkeit, Aktivität und Tatkraft. Yin hingegen, das weibliche Prinzip, steht für sanfte Farben, Dunkelheit und Passivität. Wenn Sie dies bei der Einrichtung Ihres Schlafzimmers beachten, werden Sie einen Raum schaffen, in dem Sie gut zur Ruhe kommen können. Wählen Sie dabei Farben aus, die Sie nicht allzu sehr aktivieren und aufwühlen. Das sind beispielsweise Hellblau, Hellgrün, Beige oder erdige Brauntöne. Auch Möbel aus Naturmaterialien wie Holz oder Hanffasern haben eine Yin-lastige Energie. Metallgegenstände jedoch stehen eher für das aktive Yang und sollten daher im Schlafzimmer vermieden werden, ebenso wie elektrische Geräte. Harte Kanten von Möbeln können mit Decken oder anderen Überzügen sanft abgemildert werden, sodass ein ruhiges, weiches und unaufgeregtes Gesamtbild entsteht.