Burglengenfeld: Update zum Großeinsatz bei der Seniorenresidenz

++ Update: 14.12.2020, 17:30 Uhr ++

Am Montagnachmittag hat das Landratsamt Schwandorf erneut aktuelle Informationen zum stark von Corona-Fällen betroffenen Seniorenheim in Burglengenfeld veröffentlicht. Im besonders betroffenen Gebäude der Seniorenresidenz seien demnach in einer weiteren Reihentestung durch einen vom Landratsamt anerkannten Dienstleister insgesamt 44 von 47 Bewohnern positiv getestet worden. Davon befinden sich laut Pressemitteilung aktuell 29 Menschen in der Einrichtung, 17 im Krankenhaus. Insgesamt wurden zudem 19 Mitarbeiter positiv getestet. Im benachtbarten Haus derselben Einrichtung wurden zwei Mitarbeiter positiv getestet. Derzeit würden zudem Gespräche geführt, wie es mit der Seniorenresidenz weitergehen soll, nachdem die Beauftragung der Ambulanten Intensivpflege Bayern endet.

(nh/Pressemitteilung Landratsamt Schwandorf)

++ Update: 14.12.2020, 14 Uhr ++

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Burglengenfeld gibt es einen vorrübergehenden Wechsel die Leitung und den Betrieb betreffend. Wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes heißt, hat der Träger der Einrichtung mehrere Fristen ergebnislos verstreichen lassen und keinen Plan entwickelt, wie es mit den Senioren und der Pflegesituation weiter gehen soll. Deshalb hat das A.I.B. Regensburg die Betreuung der Bewohner übernommen. Dies gilt bis zum 17. Dezember. Danach werde es weitere Gespräche geben.

Auch eine komplette Gebäudereinigung wurde durch das Landratsamt veranlasst. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Entscheidungen wurden zur Abwendung konkreter Gefahren für die Gesundheit der Bewohner im Wege der Ersatzvornahme getroffen.“

Ursprünglich war geplant, die Bewohner in andere Seniorenheime zu verteilen. Dies sei aber nicht möglich gewesen, da es kaum freie Pflegeplätze gebe. Deshalb habe man sich dazu entschieden, Pflegepersonal nach Burglengenfeld zu holen, so das Landratsamt. Dem Aufruf seien bisher einige Fachkräfte gefolgt. Aktuell können die Senioren versorgt werden.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass 37 von 42 Bewohnern positiv auf Corona getestet worden sind. Auch ein Großteil der Pflegekräfte steht unter Quarantäne. (eg)

Stand 11./12. Dezember:

Ein massiver Corona-Ausbruch in einem Altenheim in Burglengenfeld hat gestern Nachmittag zu einem Großeinsatz geführt. Eine hohe Zahl von Bewohnern und Pflegepersonal wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das Altenheim konnte die Situation allein nicht mehr bewältigen. BRK, Johanniter und Katastrophenschutz waren zum Teil die ganze Nacht vor Ort.

Insgesamt wurden nach Sichtung durch den Leitenden Notarzt ab Einsatzbeginn gestern um 14.08 Uhr acht Bewohner stationär in Krankenhäuser eingewiesen, ein Bewohner wurde vor Ort notärztlich versorgt. Von den insgesamt 42 Bewohnern sind 37 positiv.

Entsprechend der Strategie der Sanitätseinsatzleitung wurden im Einsatzablauf sowohl Transportkapazitäten für eine Teilverlegung der Bewohner als auch Kräfte des Betreuungsdienstes zur übergangsweisen Versorgung der verbleibenden Bewohner alarmiert und an der Einsatzstelle vorgehalten. Insgesamt waren 81 Einsatzkräfte des Rettungs-, Betreuungs- und Sanitätsdienstes (BRK, JUH) sowie Mitarbeiter der Fa. RKT/A.I.B (Ambulante Intensivpflege Bayern) eingesetzt.

Nachdem über den Pflegedienst A.I.B kurzfristig ausreichend Pflegefachkräfte vor Ort in der Einrichtung bereitgestellt wurden, darunter auch eine Mitarbeiterin, die bereits selbst in der betroffenen Einrichtung tätig war, konnten Verlegungen in andere Pflegeeinrichtungen vermieden und ein vertretbarer Versorgungsstandard in der Einrichtung hergestellt werden.

Notwendige Persönliche Schutzausrüstung wurde durch den BRK-Kreisverband aus den Beständen im Zentraldepot des Gesundheits- und Betreuungszentrums in Nabburg zugeführt.

Der Einsatz konnte gegen 21.30 Uhr für die Sanitätseinsatzleitung beendet werden. Die Einsatzstelle wurde von Seiten der Sanitäts-Einsatzleitung an die verantwortliche Pflegekraft Fa. AIB übergeben. Die Fa. AIB stellt den Heimbetrieb zunächst bis heute um 17 Uhr sicher. Ob ab diesem Zeitpunkt der Heimbetreiber die Betreuung wieder mit eigenem Personal übernehmen kann, ist offen. Es wird derzeit intensiv an Lösungen gearbeitet.

Für den Fall weiterer Notfälle wird zusätzlich zur Regelvorhaltung im Rettungsdienst aktuell ein zusätzlicher Rettungswagen an der BRK Rettungswache Burglengenfeld vorgehalten.

(az / PM Landratsamt Schwandorf)