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Burglengenfeld: 22-Jähriger sticht auf Angehörige ein

In Burglengenfeld hat ein junger Mann heute Morgen mit einem Messer auf eine Angehörige eingestochen. Die 77-Jährige erlitt dabei Stichwunden im Brustbereich und wurde ins Uniklinikum in Regensburg gebracht. Der Zustand der Verletzten ist stabil, es besteht keine Lebensgefahr.

Gegen 9.20 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein. Der Täter ließ sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte widerstandslos festnehmen. Die genauen Hintergründe, warum der junge Mann auf die Seniorin los ging, sind bislang noch unklar. Sicher aber scheint zu sein, dass der mutmaßliche Täter an einer psychischen Krankheit leidet, die sich schubweise bemerkbar macht. Eine Nichtigkeit konnte genügen, dass er die Selbstkontrolle verliert. Auf Antrag des Landratsamts Schwandorf wurde durch das Amtsgericht Schwandorf eine Unterbringung des 22-jährigen Tatverdächtigen  in eine Fachklinik verfügt.

(ac)

Die Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz im Wortlaut:

„Eine 77-jährige Frau erlitt bei einem tätlichen Angriff eines Angehörigen schwere Verletzungen. Ein 22-jähriger Tatverdächtiger konnte am Tatort festgenommen werden.

Am Dienstagvormittag, 24.10.2017, gegen 09:20 Uhr verletzte ein junger Mann in einem Wohnhaus im Sonnenpark eine Angehörige schwer am Oberkörper. Die Frau erlitt augenscheinlich Stichverletzungen und befindet sich in stationärer ärztlicher Behandlung. Der Zustand der Verletzten ist stabil, es besteht keine Lebensgefahr.

Die unmittelbar zum Tatort beorderten Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Burglengenfeld konnten einen 22-jährigen, tatverdächtigen Mann widerstandslos am Tatanwesen festnehmen.

Die weitere Sachbearbeitung übernahm noch in den Vormittagsstunden die Kriminalpolizeiinspektion Amberg. Beamte des Kommissariats 1 sowie Spezialisten der Spurensicherung begaben sich zum Tatort und begannen mit ersten Vernehmung und Befragungen sowie der Sicherung von Tatspuren.

Nach ersten Erkenntnissen liegt bei dem 22-Jährigen eine psychische Erkrankung vor. Auf Antrag des Landratsamts Schwandorf wurde durch das Amtsgericht Schwandorf eine Unterbringung des 22-jährigen Tatverdächtigen  in eine Fachklinik verfügt.

Die Ermittlungen, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Amberg durchgeführt werden, stehen noch am Anfang.

Dazu gehören auch die Fragen nach dem Motiv und dem Tatwerkzeug.“