Camping im Trend – Verbrauchertipps zum Kauf gebrauchter Reisemobile

Viele Reisen ins europäische Ausland sind aufgrund der Corona-Pandemie storniert. Auf erholsamen Urlaub verzichten, möchten die Deutschen dennoch nicht und liebäugeln jetzt mit inländischen Campingplätzen. Die Branche boomt und freut sich über zahlungskräftige Kundschaft, die sich nach Wohnwagen und Wohnmobilen umschaut. Was beim Kauf gebrauchter Urlaubsmobile wichtig ist, hier zusammengefasst.

Platz für alle Reisende

Ein ausschlaggebender Faktor bei der Auswahl des Reisemobils ist die Personenanzahl, die regelmäßig darin übernachten möchte. Dementsprechend braucht es ausreichend Schlafplätze. Ob Reisemobile mit Hochdach, Wohnwagen mit höhenverstellbaren Stockbetten oder luxuriöse Queensbetten bevorzugt werden, hängt von Bedarf und Budget ab. Fest steht, dass in den besonders beliebten teilintegrierten Wohnmobilien bis zu sechs Personen bequem Platz finden. Alte Matratzen sind dabei kein Hindernis für die Anschaffung gebrauchter Reisemobile. Sie lassen sich ersetzen und an die individuellen Vorstellungen von einem komfortablen Schlafplatz anpassen. Auch spezielle Formen sind möglich. Ob Eckausschnitte, Schrägen oder trapezförmige Liegefläche. Ein deutscher Hersteller für maßgefertigte Matratzen ist die AM Quality GmbH mit Sitz in Köln. Das Unternehmen ermöglicht Kunden im Onlineshop zur Wohnwagen Matratze nach Maß die Bestellung via Internet und wirbt mit garantierter Passgenauigkeit Made in Germany. Neben Betten sollten Sitzgelegenheiten für geselliges Miteinander vorhanden sein. Modulare Lösungen sind platzsparend und lassen sich an die Situation anpassen. Klappbare Tische und Sitzbänke mit Stauraum sorgen für Flexibilität.

Reiseziele entscheiden über wesentliche Kriterien

Darüber hinaus müssen sich potenzielle Käufer darüber im Klaren sein, welchen Ansprüchen das Wohnmobil beziehungsweise der Wohnwagen hinsichtlich geplanter Reiseziele gerecht werden muss. Stehen beispielsweise Städtetrips ganz oben auf der Wunschliste, sollte das Fahrzeug wendig sein. Übergroße Modelle sind für Anfänger ungeeignet, weil sie sich in engen Straßen und Kurven nicht einfach manövrieren lassen. Bei Wohnwagen sind Länge und Breite entscheidend. Auch eine Feinstaubplakette ist wichtig, um durch Umweltzonen fahren zu dürfen. Nähere Informationen zu den Schadstoffgruppen hat die deutsche Prüfgesellschaft DEKRA online zusammengefasst.

Auch das Klima spielt eine große Rolle. Urlauber, die am liebsten Winterurlaub machen, benötigen ein wintertaugliches Objekt. Geht es hingegen in heiße Regionen, ist eine solide Klimatisierung ein Muss.

In den Bergen braucht es wiederum Wohnmobile mit ausreichend PS, um bei Steigungen von Fahrkomfort zu profitieren. Als Orientierung dient das Leistungsgewicht: Muss das Fahrzeug pro Pferdestärke 50 Kilogramm Gewicht in Bewegung setzen, lassen sich bergige Straßen nur mühsam bezwingen. Wohnmobile mit einem Leistungsgewicht von 30 Kilogramm pro Pferdestärke sind die bessere Wahl.

Garantie auf Dichtigkeit

Feuchtigkeitsschäden können teuer werden. Deshalb ist es elementar, bereits beim Kauf auf Schwachstellen zu achten:

  • Rangiergriffe
  • Dachluken
  • Fensterdichtungen
  • Dichtungen von Staukästen
  • Boden
  • Gaskasten
  • Zierleisten

Sind hier erste Anzeichen für Feuchtigkeit erkennbar, lassen Reparaturen nicht lang auf sich warten. Lockere Griffe und abbröckelnde Dichtungen auf der Außenseite lassen den Verdacht auf Feuchtigkeitsschäden im Innenraum zu. Bei einer Besichtigung sollte keinesfalls die Kontrolle des Unterbodens vernachlässigt werden. Sind Stellen vermodert oder geben auf Druck nach, hat sich Feuchtigkeit ausgebreitet und die Materialien aufgeweicht. Ein Wohnwagen oder Wohnmobil mit derartigen Mängeln sollte nicht gekauft werden, da die Kosten für eine Sanierung immens sein können. Angebliche Schnäppchen verwandeln sich schnell in eine Kostenfalle.

Ein weiteres Anzeichen für undichte Stellen ist der Geruch im Innenraum. Riecht es muffig, deutet dies auf eingedrungene Nässe hin. Beim Kauf bei Händlern wird oft eine Garantie auf die Dichtigkeit gewährt. Ein großer Vorteil. Beim Kauf von Privatanbietern ist ein besonders kritischer Blick auf die genannten Problemzonen wichtig. Mit einer unabhängigen Dichtigkeitsprüfung beim Fachmann lässt sich klären, ob das favorisierte Objekt Feuchtigkeitsschäden aufweist.

Motorisierung

Bei Wohnmobilen muss der Motorraum sorgfältig inspiziert werden. Deutliche Ölspuren oder Ölflecken unter dem Reisemobil sind ein Zeichen für Lecks. Auch der Klang des Motors kann Aufschluss über Schäden geben. Sind die Pedale stark abgenutzt, der Kilometerstand aber weit unter den dazu passenden Erwartungen, könnte eine Manipulation stattgefunden haben.

Tipp: Verhandlungsspielraum ergibt sich unter anderem bei den Reifen. Sind sie abgenutzt, ist das beim Verhandeln zu berücksichtigen.

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