Corona: Lockerungen an weiterführenden Schulen

Die Schulen sind heute im Fokus der Kabinettssitzung gestanden. Das Ergebnis der Beratungen: Änderungen der Maskenpflicht und Regelungen zu Lüftungsanlagen. Außerdem gibt es Erleichterungen in Kultur und Sport.

Vergangene Woche wurde die Maskenpflicht am Platz an den Grundschulen aufgehoben wurde, heute stand sie dann wieder im Mittelpunkt der Beratungen. Das Kabinett hat sich heute mit der Frage beschäftigt, wie es an den weiterführenden Schulen mit der Maskenpflicht weitergehen soll. In den Kommunen mit einer Inzidenz unter 25 darf nun auch an weiterführenden Schulen die Maske am Platz abgenommen werden. Außerdem soll künftig öfter in der Woche auf Corona getestet werden. Genaue Regeln werden noch festgelegt.

Damit dürfen Schüler an weiterführenden Schulen die Maske sowohl im Freien auf dem Pausenhof als auch auf ihrem Sitzplatz im Klassenzimmer abnehmen. Auf den Gängen muss die Maske weiterhin getragen werden.

Ein weiteres Thema waren heute die Lüftungsanlagen in den Schulen. Hier sei nun das Ziel, dass bis September in allen Klassenzimmern eine Lüftungsanlage vorhanden ist, so Söder heute. Dabei wird der Freistaat mit 50 Prozent der Kosten die Kommunen unterstützen.

Mit Blick auf die Delta-Variante haben sich die Minister heute entschieden, die Schutzmaßnahmen nur vorsichtig zu lockern. Das bedeutet, dass es in Regionen mit einer Inzidenz über 50 oder gar über 100 keine Änderungen geben wird bzw. weitere Maßnahmen mit Rücksprache des Gesundheitsministeriums ergriffen werden müssen. Damit werden die geltenden Regelungen bis 28. Juli verlängert. In den Regionen mit einem Inzidenzwert unter 35 gilt ab Donnerstag, 1. Juli:

– Bei Kultur– und Sportveranstaltungen, Tagungen und Kongressen sind im Freien maximal 1.500 Teilnehmer erlaubt.
– Die Sperrstunde gilt künftig ab 1 Uhr.
– Auch überregionale Märkte werden wieder möglich. Und damit auch verkaufsoffene Sonntage, erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Außerdem haben die Minister heute einen Sommerpass Bayern 2021 beschlossen. Das bedeutet, dass die Schüler der Abschlussklassen freien Eintritt in staatliche Schlösser und Museen sowie kostenlose Mitfahrten bei der bayerischen Seenschifffahrt im Jahr 2021 bekommen.

Für Kinder in Bayern soll es mehr Sportangebote geben. Der Freistaat übernimmt die Jahresbeiträge für alle bayerischen Grundschüler im Schuljahr 2021/22 bei einem Neueintritt in einen Sportverein. Außerdem fördert Bayern das „Seepferdchen“.

Weiterhin will Bayern die heilpädagogischen Tagesstätten der Behindertenhilfe unterstützen und die coronabedingten Einnahmeausfälle bei medizinisch-therapeutischen Leistungen ausgleichen.

(vl)