Corona: Lockerungen für Freizeit und Tourismus

Auch heute hat das Bayerische Kabinett ein weiteres Mal zum Thema Corona getagt. Heute stand der Freizeit- und Tourismusbereich im Fokus der Beratungen. 

„Corona entspannt sich weiter in Bayern“, betonte Ministerpräsident Markus Söder heute Mittag bei der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung. Die Mixstrategie sei jetzt richtig: Ein Mix aus vorsichtigen Lockerungen und weiterem Impfen. Demnach hat das Kabinett heute folgende Punkte beschlossen:

Impfen:

Die Priorisierung bei der Vergabe von Impfstoffen in den Arztpraxen wird ab Donnerstag aufgehoben.

Freizeit und Kultur: 

Ab 21. Mai dürfen in Regionen mit einer Inzidenz unter 100 Freibäder öffnen, Hotels und Ferienwohnungen dürfen wieder Gäste empfangen und auch Kulturveranstaltungen im Freien sind mit bis zu 250 Gästen und einer festen Sitzplatzzuteilung erlaubt. Alles verbunden mit einer Testpflicht, Maskenpflicht und Hygienekonzept.

Ab dem 21. Mai 2021 sind Kulturveranstaltungen im Freien mit maximal 250 Zuschauern (feste Sitzplätze) in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 erlaubt. Dies gilt für kulturelle Veranstaltungen sowohl im professionellen Bereich als auch für Laien- und Amateurensembles ebenso wie für filmische Veranstaltungen. Für die Besucher gilt eine Testpflicht. Diese Testpflicht entfällt in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 50. Das Nähere regelt das entsprechende Rahmenhygienekonzept des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Pressemitteilung Bayerische Staatsregierung

Sport: 

Auch der Sport darf unter den gleichen Bedingungen wie die Kultur wieder Zuschauer empfangen. Das bedeutet: Maximal 250 Zuschauer verbunden mit Testpflicht und Maskenpflicht und festen Sitzplätzen. Das gelte sowohl für den Profi- als auch den Amateursport.

Fitnessstudios zählen ab Freitag zum Bereich Sport. Das bedeutet, dass ab Freitag der Sport in den Fitnessstudios nach dem Motto „Click & Fit“ möglich ist. Voraussetzung ist ein negativer Test der Besucher und die Beachtung der Hygienemaßnahmen (Abstandspflicht, FFP2-Maskenpflicht außer beim Sport selbst). Diese Testpflicht entfällt in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 50.

Schule und Kita: 

Nach den Pfingstferien wird sich Bayern an der Bundesnotbremse orientieren. Demnach wird in den Schulen nach folgendem Dreiklang gehandelt:

  • Inzidenz über 165: Distanzunterricht
  • Inzidenz zwischen 165 und 50: Wechselunterricht mit Test- und Maskenpflicht
  • Inzidenz unter 50: Präsenzunterricht ohne Mindestabstand, aber mit Test- und Maskenpflicht. Ab der 5. Jahrgangsstufe ist das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske auf dem gesamten Schulgelände verpflichtend.

Um Lernrückstände aufzuholen, werden zusätzliche Brückenkurse und Tutorenprogramme in den Sommerferien angeboten. Bereits in den Pfingstferien will Bayern verschiedene ferienpädagogische Angebote machen.

In den Kitas wird es ähnlich organisiert:

  • Inzidenz über 165: Notbetreuung
  • Inzidenz zwischen 165 und 50: Eingeschränkter Regelbetrieb
  • Inzidenz unter 50: Regelbetrieb

Im Bereich der Kita ist ein negativer Coronatest freiwillig. Aber für die Einrichtungen besteht eine Angebotspflicht: Sie müssen es den Eltern ermöglichen, ihre Kinder zweimal wöchentlich zu testen.

Ab dem 25. Mai 2021 wird die Betreuung von Kindern, die im Schuljahr 2021/2022 tatsächlich eingeschult werden sollen (Vorschulkinder), in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen bis zu einer 7-Tage-lnzidenz von 165 im (eingeschränkten) Regelbetrieb zugelassen.

Pressemitteilung Bayerische Staatsregierung

Messen: 

Ab 1. September soll es wieder möglich werden, Messen abzuhalten, so Söder heute. Deshalb wird es im Juni eine Pilotmesse in München geben.

Um die notwendigen, äußerst komplexen Hygienekonzepte bereits im Vorfeld einer möglichen Öffnung erproben zu können, beschließt der Ministerrat, die Durchführung der Messe TrendSet vom 10. bis 12. Juli 2021 als Pilotmesse. Im Rahmen der notwendigen Abstimmung und Aktualisierung des Rahmenhygienekonzepts zwischen dem Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ist in diesem Kontext insbesondere auch über die Festlegung einer Höchstbesucherzahl zu entscheiden. Dabei sind sowohl das aktuelle Infektionsgeschehen als auch das Bedürfnis nach Durchführung einer Messe in angemessener Größe zum Testen der Konzepte und der dazugehörigen Logistik zu berücksichtigen.

Pressemitteilung Bayerische Staatsregierung

(vl)