Das Hobby mit Nutzen: Gartengestaltung für Fortgeschrittene

Ein kräftig blühender Garten ist in den warmen Jahreszeiten nicht nur optisch ein wahrer Blickfang. Er kann tatsächlich auch nützlich sein, beispielsweise dann, wenn der Gartenbesitzer Selbstversorger ist – oder einer werden möchte. Selbst der kleinste Garten bietet schon eine Menge Platz für verschiedene Gewächse. Vom Kräutergarten bis zum Obstbaum ist nichts unmöglich und ein hoher Ertrag kann über einige Monate bis Jahre hinweg das Überleben sichern.

Was gehört in den Garten?

Den Garten eines Selbstversorgers erkennt man an einer großen Zahl verschiedener Gewächse. Neben einem Kräutergarten darf ein kleines Gemüsebeet nicht fehlen. Wer gesund leben möchte, der kümmert sich auch um das ein oder andere Obstbäumchen: Sauer- und Weißkirschen, Marillen und Äpfel wachsen auch auf kleinen Bäumen und brauchen somit keinen überdurchschnittlich großen Garten. Selbst Nussbäume gibt es in kleinerer Ausführung. Verschiedene Sorten von Obst und Gemüse bringen außerdem eine angenehme Abwechslung in den Alltag des Gartenliebhabers. Um den eigenen Garten auch als Urlaubsdomizil zu nutzen und nicht bloß Nutzpflanzen zu ziehen, empfehlen sich dekorative Topfpflanzen, Schnittblumen oder auch selbst eingesetzte Blumenzwiebeln verschiedener Zierpflanzen.

Anordnung oder Unordnung?

Wer nicht nur für sich selbst einen Garten besitzt, sondern beispielsweise auch, um dem Insektensterben entgegenzuwirken, der legt Wert auf eine naturbelassene Wildblumenwiese. Laien mögen sie als unordentlich oder als ungepflegten Wildwuchs bezeichnen, doch eine Saatmischung mit verschiedenen Arten von Wildblumensamen ist ein wahres Wellnesshotel für Bienen, Hummeln, Wespen, Schmetterlinge und andere Insekten. In vielen Gegenden erhält man mittlerweile sogar eine Förderung für das Engagement gegen das Insekten- und vor allem gegen das Bienensterben (Tränke nicht vergessen!).

Der Allrounder unter den Gärten: Biotope

Wem Wildblumenwiese, Obstbäume und Gemüsebeet zu wenig sind, dem sei die Errichtung eines kleinen Biotops ans Herz gelegt: Ob darin Fische gehalten werden, liegt in der Entscheidung des Gartenbesitzers, aber Biotope bieten vor allem im Sommer eine angenehme Abkühlung, wenn man den Garten nicht für ein komplettes Pool umgraben möchte. Die richtigen Pflanzen sorgen auch hier für das Überleben vieler verschiedener Insekten und bieten nächtlichen Besuchern wie Igeln oder auch Mardern eine kurze Trinkpause auf der Durchreise.

Wenn es etwas „mehr“ sein darf

Nur Pflanzensamen zu säen und auf deren Erblühen zu warten, ist nicht immer die Erfüllung, die man sich von einem Garten erwartet. Um die Farbpracht der Blumen schlussendlich auch genießen zu können, stellen sich die Fragen: Ein Tisch mit ein paar Stühlen? Liegestühle? Oder vielleicht doch eine Hängematte oder ein Papasan? Liegemöglichkeiten im eigenen Garten machen das kurze Wochenende zu einem richtigen Wellnessurlaub – und die Obstbäume liefern einen schnellen Snack für zwischendurch. Alternativ bietet sich ein überdachtes Gartenhäuschen an: wind- und wetterfest, an kalten und warmen Tagen.

Wieso Gärten ein Zukunftstrend sind

Gartenbesitzer können selbst in kleinsten Gärten enorm viel für die Umwelt tun. Neben dem Aspekt des Geldsparens, weil nicht für jede Frucht der nächste Supermarkt aufgesucht werden muss, ist es vor allem die Wiederbelebung der Natur. Sie ist es, die entgegen dem immer stärkeren Verbau in Stadtgebieten Flora und Fauna am Leben hält und in einigen Gebieten mittlerweile als Engagement für das Gemeinwohl angesehen wird. Ein Garten ist ein Hobby, das viel Geduld und ein wenig Zeit erfordert. Jedoch bekommt vor allem der fleißige Gartenbesitzer, der sich stets um ihn kümmert und damit sogar den Klimawandel aktiv bekämpft, das zurück, was in der Hektik des Alltags oft verloren geht: Die Schönheit dessen, was sich unter Häusern und Asphalt befindet.

(Bildquelle: Symbolbild/Pixabay)

(exb)