Der Tag der offenen Gartentür. Dieses Jahreswerk steckt dahinter

In wenigen Tagen ist es soweit: Am 24. Juni 2018 findet dieses Jahr der Tag der offenen Gartentür statt. Dabei öffnen elf Gärten ihre Tore, die in der ganzen Oberpfalz verteilt sind. Um welche Gärten es sich genau handelt, verrät ein Blick in diese Informationsbroschüre, die auf den Seiten 12 und 13 sogar mit einem Plan über die Teilnehmer der Region für einen raschen Überblick sorgt.

Warum die Hobbygärtner ihre Gartentüren öffnen, verraten unter anderem die Teilnehmer des vergangenen Jahres. Zudem wissen Fans der grünen Oase auch, mit welch vielfältigen Aufgaben das Gartenjahr aufwartet. Welche Aufgaben die Gärtner das ganze Jahr über erledigen, um pünktlich am 24. Juni zum Tag der offenen Gartentür eine atemberaubende grüne Oase zu zeigen, verrät dieser Überblick über das Gartenjahr.

Abbildung 2: Hobbygärtner investieren das ganze Jahr über viel Zeit und Muße in ihren Garten. Wer seinen Garten besonder ambitioniert gepflegt hat, stellt ihn gern am Tag der offenen Gartentür vor.

Diese Aufgaben fallen im Frühjahr an

Liegt der letzte Frost des Winters hinter dem Hobbygärtner, beginnt seine Saison. Die meisten beginnen die Gartensaison zunächst einmal mit „Aufräumen“. Das ist nämlich – mit Blick auf Mulch und altes Laub – auch bitter nötig. Mulch und Laub werden entfernt. Der Rasen wird vertikutiert, geschnitten, angesät bzw. bei Bedarf gekalkt. Stauden und Hecken werden gedüngt und ggf. geteilt. Auch der Schnitt der Rosen erfolgt im Frühjahr. Anschließend geht’s direkt in den Boden: Dieser muss umgegraben und gelockert werden. Nur so ist er bereit, um die Saat, die nun eingesät wird, auch aufzunehmen. Auch die Kübelpflanzen dürfen aus dem Winterlager geholt und ins Freie gebracht werden. Einen Beitrag über die klassischen Frühlingsboten, die Tulpen, gibt es hier.

Praxistipp: Mulch und Laub muss nicht in die Mülltonne, sondern lässt sich – in gehäckselter Form – prima als Dünger verwenden.

Pflanztipp: Apfel, Kirsche und Brombeeren werden bereits im frühen Frühjahr gepflanzt. Auch Radieschen, Spinat, Blattsalate und Möhren werden nun angesät. Auch für die Aussaat der Kräuter ist jetzt die beste Zeit. Im April kommen Kohl, Spargel, Paprika, Brokkoli, Spinat und Kartoffeln in die Erde. Wer bereits Pflanzen vorgezogen hat, darf diese im Mai ins Freie bringen.

Abbildung 3: Der April ist der beliebteste Aussaatmonat. Doch auch der Sommer darf noch dazu dienen, anzusäen.

Check des Equipments: Um gut gerüstet die Herausforderungen des anstehenden Gartenjahres stemmen zu können, ist es nun auch an der Zeit, den Gerätepark zu sichten. Sind alle Geräte funktionsfähig? Stehen Reparatur- und Wartungsarbeiten oder gar Neuanschaffungen an? Ist Letzteres der Fall, empfiehlt es sich, einige Produkttests zu studieren, um das große Angebot zu sortieren und vergleichbar zu machen.

Diese Aufgaben fallen im Sommer an

In der heißen Jahreszeit, also in den Monaten Juni, Juli und August, tigert der Hobbygärtner meist mit der Gießkanne durch sein Reich. Wer nicht auf eine automatische Bewässerung setzt, sollte sich ein gutes Gießkonzept ausdenken. Die beste Zeit zum Gießen ist in den frühen Morgenstunden und abends. In der größten Mittagshitze gilt auch im Oberpfälzer Garten Siesta – für Mensch und Pflanzen.

Zudem gehören diese Aufgabenbereiche typischerweise in den Sommer: Heckenschneiden, Pflanzen auf Schädlinge kontrollieren, Beete vom Unkraut befreien. Wer achtsam mit dem Samen umgeht, der kann aus den Samen der verblühten Pflanzen im nächste Jahr weitere Pflanzen ziehen. Zudem ist im Sommer die Zeit der Ernte angebrochen. Zum Ende der Sommerzeit besteht die Möglichkeit, Bäume umzupflanzen und bereits die Blühpflanzen fürs kommende Jahr zu organisieren und in Form von Blumenzwiebeln in den Boden zu stecken. Eine Übersicht, welche Blumen wann am besten gepflanzt werden, verrät diese Ganzjahresübersicht.

Pflanztipp: Im Sommer geht’s in die zweite Pflanzrunde. Nun dürfen Kräuter nachgesät werden, wie beispielsweise Erbsen, Dill, Rettich oder – mit Blick auf Herbst und Winter – klassische Wintersalate.

Abbildung 4: Wer seinen Garten nicht nur als Nutzgarten inszeniert, der kann sich im Sommer hier besonders gut entspannen und Kraft tanken für den Alltag.

Diese Aufgaben fallen im Herbst an

Im Herbst, in den Monaten September, Oktober, November, ist die Zeit, in der der Hobbygärtner das Finale des Gartenjahres genießen kann. Es wird gedüngt, geerntet und geschnitten. Viele Aufgaben, wie beispielsweise das Rasenmähen, das Bodenumgraben, das Entlauben und das Entwässern sämtlicher Leitungen im Garten erfolgt nun letztmalig im Jahr.

Letzte Ernte für: Die Gemüsesorten, die erst spät reifen – wie beispielsweise Gurken, Sellerie und Kohl – werden nun abgeerntet.

Vorbereitungen für den Winter: Vor allem der Umzug von Kübelpflanzen in ihr Winterdomizil erfolgt zu dieser Garten-Jahreszeit. Wann diese in Sicherheit gebracht werden müssen, ist nicht eindeutig zu bestimmen. Bevor sie jedoch frieren, müssen sie beispielsweise in den Keller gebracht werden.

Diese Aufgaben fallen im Winter an

Die Wintersaison steht im Zeichen des Auf- und Verräumens. Alle Pflanzen, die durch Schneemassen zusammengedrückt werden könnten, bindet der Gartenliebhaber vorsorglich zusammen. Auch Gartengeräte werden – nach einer umfangreichen Durchsicht auf Funktionalität und Reparaturbedarf – ggf. eingemottet. Zudem fallen im Dezember, Januar und Februar die Auslichtungsarbeiten an, die vor der Vogelschutzzeit im März bewerkstelligt sein müssen. Nun ist es Zeit für einen Winterschnitt der Obstbäume. Auch werden Teile des Gartens unter Mulch versteckt, um ihn vor Schnee und Frost zu schützen.

Abbildung 1: pixabay.com © Felix_Hu (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © frankb65 (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: pixabay.com © gartengoere (CC0 Public Domain)

Abbildung 4: pixabay.com © Nippelsn (CC0 Public Domain)

Titelbild: Traumhaft angelegte Gärten wie dieser liegen meist im Verborgenen. Am Tag der offenen Gartentür sind sie für die Öffentlichkeit geöffnet.

 

 

(exb)