Erbendorf: Hotelbetreiber spricht über Auswirkungen des zweiten Corona Lockdowns

Seit wenigen Tagen gelten bereits die neuen Corona Lockdown Regelungen in der Oberpfalz. Das bedeutet nicht nur erneute Schließungen für Gastronomie, Theater und Fitnessstudios – auch der Tourismus wird in diesem Monat komplett runtergefahren.

Seit vergangenem Mittwoch steht es fest: Wegen der steigenden Infektionszahlen in Deutschland wird es diesen November einen zweiten Lockdown geben. Zwar dürfen Schulen, Kitas und einige Geschäfte geöffnet bleiben, Hotels aber müssen in weiten Teilen zuschließen. Lediglich die Beherbergung geschäftlich Reisender ist laut den Beschlüssen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten vom 28. Oktober erlaubt.

Wirtschaftlich ließe sich das jedoch kaum tragen, meint zumindest Harald Bruischütz, Hoteldirektor des Aribo Hotels in Erbendorf. Sein Hotel sei auf die Touristen des Oberpfälzer Waldes angewiesen. Dass er es jetzt, nachdem es in den Sommermonaten mit den Buchungen gerade erst wieder bergauf ging, schon wieder schließen muss, bedeutet für Bruischütz vor allem eines: Existenzangst.

Wie es in den nächsten Wochen für ihn und die vielen anderen Hotels in der Region weiter geht, ist ungewiss. Auch Stephanie Wenisch, Leiterin des Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald, betrachtet den Lockdown mit Sorge. „Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen für unsere Betriebe, dass das Virus soweit in den Griff bekommen werden kann, dass sie mit ihren Hygienekonzepten wieder öffnen dürfen“, so Wenisch. Wie viele der Hotels auch den zweiten Lockdown überstehen, wird sich womöglich erst im kommenden Jahr zeigen. (ed)