Ergonomie, Kosten und Co. – Tipps für Ihren Heimarbeitsplatz

Die richtigen Home Office Möbel, nachhaltige Ordnung und eine Prise Gemütlichkeit – wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Heimarbeitsplatz achten sollten…

Worauf Sie bei Ihrem Heimarbeitsplatz achten sollten

Der Heimarbeitsplatz ersetzt immer stärker den Schreibtisch in einem Unternehmen, und vor allem Freiberufler richten sich in ihren eigenen vier Wänden ein Home Office ein. Das kann ein abgetrenntes Zimmer sein, eine separate Nische in der Wohnung oder ein Teil des Wohnzimmers. Ein paar Dinge sollten Sie dabei allerdings beachten, damit Sie auch zuhause produktiv und gern arbeiten. Hier kommen ein paar Tipps für Gesundheit, Geldbeutel und Wohlgefühl am Arbeitsplatz at home.

Warum lohnen sich ergonomische Büromöbel?

Schon mal gehört? Unter Ergonomie versteht man die Anpassung des Menschen an seinen Arbeitsplatz und umgekehrt. Also im Grunde geht es darum, dass sich der Mensch einen Arbeitsplatz schafft, der näher an seinen Bedürfnissen ist, schließlich ist er nicht dafür geschaffen, lange zu sitzen. Das allerdings ist seit dem Zeitalter der Computer Realität – und darauf sollten wir achten. Ein Arbeitsplatz ohne ergonomische Möbel kann schädliche Auswirkungen auf Rücken, Bandscheiben und Sehnenscheiden haben, zu Arbeitsunfähigkeit und chronischen Beschwerden führen – daher: Augen auf beim Möbelkauf. Ergonomische Home Office Möbel sind im Kommen und sehen auch noch richtig schick aus. Sowohl Bürostühle, verstellbare Schreibtische, Aufsätze für Laptops und Tablets sowie Fußstützen können ihren Arbeitsplatz aufwerten. Der perfekte Bürostuhl verfügt zum Beispiel über verstellbare Armstützen, eine kippbare Sitzfläche und eine flexible Lehne und ist höhenverstellbar, so dass Armhaltung und Sitzposition perfekt anpassbar sind. Ein Laptophalter bringt den Bildschirm auf eine andere Höhe, so dass der Blick dorthin gelenkt und sofort auch die Sitzhaltung aufrechter wird. Ergonomische Tastaturen dagegen bringen ihre Unterarme und Handgelenke in die richtige Position, um Sehnenscheidenentzündung vorzubeugen, denn die kann nicht nur dazu verdonnern, die Hände still zuhalten, sondern auch zu chronischen Schmerzen führen. Besonders cool sind Sitz-Steh-Schreibtische, die schnell verstellbar sind, so dass Sitz- und Stehphasen bei der Arbeit abwechseln. So bleiben Rücken, Arme und Handgelenke fit – und die Arbeit im Home Office angenehm.

Wie steigere ich meine Produktivität im Home Office?

Klar – wer im Home Office arbeitet, muss sich neue Routinen angewöhnen, um sich nicht von der Waschmaschine, Handy oder weiteren Haushaltsmitgliedern ablenken zu lassen. Auch Candy Crush und Minesweeper haben am Heimarbeitsplatz nichts verloren. Was Ihnen dabei helfen kann, produktiv zu bleiben, ist eine Art Stundenplan, auf dem Sie Ihre Arbeitszeiten festlegen. Dafür eignen sich auch klebbare Tafeln oder Whiteboards. Eine weitere Option ist ein Online Tool, das Ihnen mitteilt, wenn eine Pause fällig ist.

Achten Sie außerdem auf ausreichend Licht. Ohne genug Beleuchtung am Arbeitsplatz wird man schnell schläfrig, die Konzentration schwindet – und damit auch die Produktivität. Also: Licht an! Oder auch den Schreibtisch direkt vors Fenster rücken, um ab und an noch ein paar Sonnenstrahlen abzugreifen.

Zur Produktivität gehört auch ein Überblick über anstehende Aufgaben. Das lässt sich über Tools wie Wunderlist und Trello erledigen. Das Schöne daran: das gute Gefühl, so richtig was geschafft zu haben. Da können Sie sich richtig auf die Schulter klopfen und mit Motivation in den nächsten Tag starten. Das Ganze geht natürlich auch mit Pinnwand und analog, schließlich mögen es manche Menschen haptischer, und andere setzen auf Online Tools. Das ist von jedem selbst und seinem Workflow abhängig. Welcher Typ sind Sie?

Welche Kosten für einen Heimarbeitsplatz sind absetzbar?

Es ist bestimmt kein Geheimnis, dass die Einrichtung eines Heimarbeitsplatzes Geld kostet. Aber die gute Nachricht ist, dass sowohl Freiberufler als auch Angestellte diese Anschaffungskosten von der Steuer absetzen können. Für Freiberufler, die rein im häuslichen Kontext arbeiten, gilt sogar die Regel, dass die Kosten unbeschränkt abgesetzt werden können, während für Angestellte eine Kostengrenze von 1250 Euro gilt. Und damit kann man doch schon einiges anschaffen. Als Freiberufler ist auch ein häusliches Arbeitszimmer absetzbar. Dabei muss es sich um einen abgetrennten Raum handeln, die Größe dessen wird ins Verhältnis zur Gesamtgröße der Wohnung gesetzt. Bei dieser Rechnung kommt eine Prozentzahl raus, und gemäß dieser können auch Internet, Strom, Reinigungs- und Renovierungskosten und auch viele weitere Kosten abgesetzt werden, die bei der Einrichtung eines Heimarbeitsplatzes anfallen. Dazu können auch Lampen, Möbel, Teppiche, Tapeten, Farben und Bürobedarf gehören. Von daher lohnt es sich durchaus, bei den Anschaffungen nicht das absolute Billigprodukt zu wählen, sondern hochwertig produzierte Möbel, die nicht direkt unter zwei Aktenordnern zusammenbrechen. Schließlich wollen Sie sich Ihren Aufgaben widmen und nicht in einer Tour neue Büromöbel shoppen, oder?

Wie halte ich Ordnung an meinem Schreibtisch?

Auch am Heimarbeitsplatz ist Ordnung das halbe Leben. Dafür sollten Sie sich genau überlegen, was Sie wirklich direkt am Arbeitsplatz brauchen – umso weniger Kram liegt dann da herum. Wenn Sie oft handschriftliche Notizen machen, dann sollten ein Block und ein paar Stifte bereit liegen – aber eben sonst nichts. Für eine gewisse Grundordnung sorgt es außerdem, wenn Sie einen Aufräumtag einplanen – oder zumindest ein paar Stunden. Am Aufräumtag werden beispielsweise Rechnungen bezahlt und abgeheftet, Briefumschläge entsorgt oder wegsortiert, leere Kulis entsorgt oder die Minen ausgetauscht, abgearbeitete Zettelchen entsorgt, die Umsatzsteuer erledigt, Krimskrams kommt zurück auf seinen Platz und bei Bedarf landen Post-Its, Pins, Stifte und Notizblöcke auf die Einkaufsliste. Die Gelegenheit können Sie außerdem nutzen, um Belege für die Steuer zu scannen und die Originale an einer Sammelstelle zu deponieren. Nicht vergessen – die Ordner gehören im Anschluss wieder in den Aktenschrank. Die wichtigsten Gegenstände, die Sie nicht direkt auf dem Schreibtisch aber doch in Reichweite haben wollen, können zum Beispiel in einem Rollcontainer unter dem Schreibtisch aufbewahrt werden.

Optimalerweise schließen Sie Ihre Woche mit dieser Ordnungssession ab – und dann geht es ab ins Wochenende, bevor eine neue Woche startet, und zwar mit voller Energie.

Wie hoch darf der Wohlfühlfaktor sein?

Neben allen Ideen und Tipps zu Produktivität darf natürlich der Wohlfühlfaktor nicht zu kurz kommen, denn an Ihrem Heimarbeitsplatz werden Sie einige Zeit verbringen – und das hoffentlich mit einer Tätigkeit, die Ihnen Spaß macht. Und das ist doch der Vorteil eines Heimarbeitsplatzes: Sie können sich so einrichten wie Sie wollen. Und das kann bunt und quirlig aussehen, in pastelligen Tönen, Schwarz-Weiß-Optik oder Naturfarben gehalten sein. Und zur Ausstattung können Bonsaigarten, Sekretär und Kissen gehören, aber auch Plakate, Gemälde, Macramé-Deko oder Motivationssprüche. Im Grunde geht es darum, dass Sie sich wohlfühlen, aber nicht abgelenkt werden – und das liegt in Ihrem Ermessen.

Fazit

Ihr Arbeitsplatz ist Ihr Bereich – und Sie können Ihn nach Ihrem Gusto gestalten. Schließlich hat jeder andere Wege, um sich selbst zu organisieren, zu motivieren und fokussiert zu bleiben. Mit Ihrem Heimarbeitsplatz können Sie die perfekten Bedingungen für ein erfolgreiches Berufsleben in den eigenen vier Wänden schaffen – und die Gegebenheiten bei Bedarf auch verändern. Schließlich ist es normal, dass sich Schwerpunkte verlagern oder Anforderungen wechseln. Wenn Sie Ihren Heimarbeitsplatz dann zu Ihrer Zufriedenheit eingerichtet haben, der Bürostuhl eingestellt, der Bürobedarf sortiert und die Ablagen beschriftet sind, kann es losgehen – und dann wünschen wir Ihnen eine angenehme Arbeitszeit!

(exb)