Eslarn: „Gülletourismus“ stinkt den Grünen

Der „Gülletourismus“ ist in der Oberpfalz angekommen. Beispielsweise in der Marktgemeinde Eslarn im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Darauf machten Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker vom Bündnis 90 / Die Grünen bei einem Vor-Ort-Termin aufmerksam. Gemeinsam mit Eslarns Bürgermeister Reiner Gäbl diskutierten sie über die Problematik des Gülletourismus.

Durch Massentierhaltung wird immer mehr Gülle produziert. Aufgrund hoher Nitratbelastung könne diese dann beispielsweise in Niedersachsen und Nordhein-Westfalen nicht mehr auf Feldern ausgebracht werden. Hinzu kämen außerdem Antibiotikarückstände in den Gärresten.

Die Gülle wird deswegen verkauft und auf anderen Feldern oder in Biogasanlagen verwertet. So einen Weiterverkauf gebe es eben auch nach Eslarn. Jährlich werden in der dortigen Biogasanlage 7.600 Tonnen Hühnermist aus NRW verarbeitet. Dieser wird dann auf die heimischen Felder verteilt.

(cg/bg / Videoreporter: Walter Beyerlein)