Flossenbürg: Granitabbau vor dem Ende

Der Abbau von Granit des Steinbruchs „Wurmstein“ soll 2024 beendet werden. Das hat jetzt die Bayerische Staatsregierung angekündigt. Der Steinbruch gehört zum ehemaligen KZ Flossenbürg und soll jetzt in ein neues Konzept des KZ-Gedenkstätte Flossenbürg eingebunden werden.

„Es ist notwendig, die Geschichte des Steinbruchs als Zwangsarbeitsbetrieb des Konzentrationslagers Flossenbürg aufzubereiten. Gerade da dieser historisch aufgeladene Ort sich in unmittelbarer Näher zur KZ-Gedenkstätte befindet, sollte man das nutzen“, so der Oberpfälzer Landtagsabgeordnete der Grünen Jürgen Mistol.

Verena Osgyan, Mitglied im Wissenschaftsausschuss des Landtags, ist aber nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis: „Unser Antrag, der einen verbindlichen Beschluss des Landtags gefordert hatte, den Steinbruch nicht weiter zu verpachten, wurde mit den Stimmen der CSU-Fraktion abgelehnt. Hier hat die CSU die Chance vertan, dass der Landtag ein starkes und klares Signal aussendet und die Staatsregierung in die Pflicht nimmt.“ Sie fordert jetzt einen öffentlichen und verbindlichen Beschluss der Staatsregierung und der Bayerischen Staatsforsten und eine enge Einbindung und laufende Information des Wissenschaftsausschusses zu den weiteren Planungen.

(sd)