Flossenbürg: Monika Frischholz – Polizei durchsucht Wohnung

Die Polizei arbeitet weiter mit Hochdruck daran, das Verschwinden von Monika Frischholz von vor mehr als vierzig Jahren aufzuklären. Im Zuge dessen haben die Beamten nun eine Wohnung durchsucht. Laut Polizei ergab sich aber bisher kein dringender Tatverdacht gegen eine Person. Auch eine Festnahme sei bislang nicht erfolgt. Weitere Auskünfte möchte die Polizei zum aktuellen Stand nicht geben. (nh)

Der aktuelle Stand:

Flossenbürg: Fall Monika Frischholz: Polizei durchsucht Wohnung

Auch die Grabungsarbeiten von Anfang der Woche beschäftigen weiter die Ermittlungsgrupe Froschau. Mittlerweile ist bekannt, dass das dort aufgefundene Auto mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Monika Frischholz steht. Derzeitigen Ermittlungen zufolge wurde das Auto tatsächlich wohl zeitlich nahe am Verschwinden von Monika Frischholz vergraben. Jedoch handelte es sich dabei wohl um einen bereits damals schrottfreifen VW-Käfer, der wohl im damaligen Zulassungsbezirk Neustadt an der Waldnaab zugelassen wurde. Der Auto-Eigentümer ist ein inzwischen verstorbener Mann aus der Region.

Auch einen anderen Verdacht konnte die Polizei nun aufklären: Das Gerücht, dass Monika Frischholz unter einer örtlichen und im Bau befindlichen Kläranlage eingebracht worden sei, konnte nun die Polizei entkräften. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass die Kläranlage bei Verschwinden des Mädchens bereits fertiggestellt war.

Durch die Medienberichterstattung hat die Polizei zudem weitere Hinweise erhalten. Diese würden derzeit ausgewertet und abgearbeitet werden. Zu den Inhalten möchte die Polizei aktuell keine Auskünfte geben. Ebenfalls unbekannt ist bislang, ob es weitere forensische Grabungen geben wird. Die Untersuchungen und Ermittlungen der EG Froschau laufen also erst einmal weiter.

(nh/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberpfalz)

Was bisher geschah:

Stand: 10.04.2019

Die Polizei hat die Grabungsarbeiten nach Monika Frischholz vorerst eingestellt. Damit rückt die Lösung eines Falls, der mehr als 42 Jahre zurück liegt, wieder ein Stückchen weiter in die Ferne. Vor beinahe 43 Jahren verschwand die damals 12-jährige Monika Frischholz aus Flossenbürg spurlos. Am Nachmittag des 25. Mai 1976 verließ sie ihr Elternhaus – kurz darauf wurde sie zum letzten Mal lebend gesehen. Alle Ermittlungen verliefen damals im Sande. Bis jetzt. Jetzt sah es so aus, als wäre die Lösung des Falls zum Greifen nah.

Denn am Montagmorgen begann die Polizei in einem Gebiet südlich von Waldkirch in der Nähe von Flossenbürg zu Graben. Am Nachmittag dann bereits der erste Grabungserfolg: Die Grabungsarbeiten führten einen alten, wohl vor Jahrzehnten vergrabenen, VW Käfer zu Tage. Doch schon am Dienstagnachmittag dann die ersten Ernüchterungen: Die gefunden Knochen stammen von Tieren - und nicht von Menschen. Und auch ein konkreter Zusammenhang des Autos mit dem Fall sei bislang nicht bekannt. Doch die Untersuchungen dauern weiter an - auch wenn die Grabungen an der Stelle mittlerweile zumindest vorübergehend abgeschlossen sind.

(nh)

Fall Monika Frischholz: Grabungsarbeiten sind beendet
Die erhoffte Schlagzeile mit dem Fund von Monika Frischholz blieb bislang aus. Stattdessen hat die Polizei die Grabungsarbeiten vorerst eingestellt. Ein schwerer Schlag für die, die Anfang der Woche noch dachten, die Lösung des rätselhaften Falls sei zum Greifen nah. Doch zu den Akten gelegt wird der Fall des vor beinahe 43 Jahren verschwundenen Mädchens keineswegs. (nh)
Der Stand vom 09.04.2019 - später Nachmittag

Die Grabungen gingen heute Morgen weiter – und damit auch die Suche nach Monika Frischholz. Heute wurde das Ausgrabungsgebiet vergrößert. Bislang vermutete die Polizei an dieser Stelle den den Ablageort der menschlichen Überreste der seit 1976 vermissten Schülerin.

Gestern hieß es, dass man im Verlauf der Grabungen Feststellungen gemacht habe, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren stehen. Nun ist bekannt: Bei den Feststellungen handelte es sich um kleine Knochen. Diese wurden bereits der Rechtsmedizin übergeben. Heute Nachmittag dann das erste vorläufige Endergebnis: Die Knochen seien tierischen Ursprungs. Aber das könne man noch nicht abschließend sagen, es würden noch weitere Untersuchungen laufen, betont die Polizei.

Bereits gestern wurde hier beim Grabungsgebiet südlich von Waldkirch bei Georgenberg ein Auto ausgegraben. Mittlerweile wurden auch das Typenschild und Kennzeichen gefunden, heißt es von der Polizei. Doch noch seien keine konkreten Bezüge zu dem Fall bekannt, die Ermittlungen laufen allerdings noch.

Mittlerweile sind die Grabungen an der Stelle beeindet. Die Polizei wird nun entscheiden, ob und inwieweit diese noch weiter fortgesetzt werden. (nh)

Fall Monika Frischholz: Erste Untersuchungsergnisse zu den Grabungen
Neuigkeiten im Fall Monika Frischholz. Die "Feststellungen, die möglicherweise mit dem Fall in Verbindung stehen" sind kleine Knochenstücke, die gefunden wurden. Nun gibt es erste Untersuchungsergebnisse. Hierzu das Interview mit Florian Beck, dem Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. (nh/Videoreporter: Gustl Beer)
Aktuelle Pressemitteilung der Polizei zu den ersten Ergebnissen der Polizei:

Am Dienstag, den 09.04.2019 wurden die polizeilichen Grabungsarbeiten an einem möglichen Ablageort von Monika Frischholz fortgesetzt. Etwa gegen 08.30 Uhr begannen die körperlich anstrengenden und akribischen Grabungen der Beamten erneut. Dazu stand ihnen ein zweites polizeiliches Grabungsgerät (Fahrzeug mit Kranausleger) der Bayerischen Bereitschaftspolizei zur Verfügung. Um auch größere Bereiche schneller auszuheben wurde auch ein externer Bagger angefordert. Die Arbeiten wurden schließlich gegen 17.15 Uhr eingestellt. Bislang konnten keine offensichtlich für das Verfahren relevanten Beweismittel sichergestellt werden, wobei noch Untersuchungen von verschiedenen sichergestellten Gegenständen noch ausstehen. (...)

(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberpfalz)

Stand: 17:00 Uhr
Die Nachricht war eine Sensation und die Lösung des Falls schien zum Greifen nah. Seit gestern Morgen wird in einem Gebiet südlich von Waldkirch in der Nähe von Flossenbürg gegraben. Die Polizei vermutet, dort die menschlichen Überreste von Monika Frischholz zu finden. Das damals 12-jährige Mädchen aus Flossenburg verschwand vor beinahe 43 Jahren spurlos. Es gab also Hoffnung, einen mehr als vier Jahrzehnte alten Fall doch noch aufzuklären. Doch nun gab es erste Ergebnisse: (nh)
Stand: 09.04.2019 - früher Nachmittag
Fall Monika Frischholz: Grabungen gehen weiter
Es wäre eine Sensation. Vor beinahe 43 Jahren verschwand die damals 12-jährige Monika Frischholz aus Flossenbürg spurlos. Am Nachmittag des 25. Mai 1976 verließ sie ihr Elternhaus – kurz darauf wurde sie zum letzten Mal lebend gesehen. Alle Ermittlungen verliefen damals im Sande. Bis jetzt. Heute nun scheint eine Lösung des Falls zum Greifen nah. Seit heute Morgen wird in einem Gebiet südlich von Waldkirch in der Nähe von Flossenbürg gegraben. (nh)
Stand: 09.04.2019 - 10:30 Uhr

Seit heute Morgen (Dienstag) laufen die Grabungen an der selben Stelle wie gestern weiter. Auch eine Lagebesprechung der Polizei gab es bereits. Für die Grabungen wurden weitere größere Bagger angefordert, heißt es auf OTV-Nachfrage. Diese werden "gegen Mittag" erwartet. Monika Frischholz zu finden - das bleibt das Ziel bei den Grabungsarbeiten. Aktuell würde man unter anderem etwa auch nach Bekleidungsstücken von dem Mädchen suchen. Das bisher gefundene Auto solle zunächst an Ort und Stelle verbleiben und nicht abtransportiert werden. Bislang wurden bereits unter anderem Stofffetzen gefunden. Doch bei diesen hätte man bislang noch keinen Zusammenhang zum Fall Monika Frischholz gefunden, so die Aussage des Pressesprechers des Polizeipräsidiums Florian Beck. (nh)

Stand: 08.04.2019

Am Montag Morgen gegen halb neun rückten die Kräfte an. Seitdem wird hier südlich von Waldkirch bei Georgenberg nach Monika Frischholz gegraben. Ihre sterblichen Überreste zu finden, wäre eine spektakuläre Wende in einem Fall, der bereits beinahe 43Jahre zurück liegt. Damals verschwand das 12-jährige Mädchen aus Flossenbürg spurlos. Ende verangenen Jahres begann nach einem Hinweis die neu gegründete Ermittlungsgruppe Froschau den Fall neu aufzurollen.

Am Nachmittag dann der erste Grabungserfolg. Es wird im Waldboden ein verrotendes kleineres Fahrzeug gefunden. Die Beamten legten das Fahrzeug frei. Nur wenig später wird der VW Käfer geborgen. Und es gibt erste Erkenntnisse: Es gäbe Feststellungen, die möglicher im Zusammenhang mit dem Fall stehen – heißt es von Seiten der Polizei. Mehr wolle man aber aktuell nicht dazu sagen. (nh)

Fall Frischholz: Grabungen - Auto gefunden
Hier der Bericht vom Fund des Autos. (Sachstand: 08.04.2019, 15 Uhr)
Grabungsarbeiten fördern Auto zu Tage
Am Nachmittag dann der erste Grabungserfolg: Es wird im Waldboden ein verrotendes kleineres Fahrzeug gefunden. Die Beamten legten das Fahrzeug frei. Nur wenig später wird der VW Käfer geborgen.

Weitere Informationen zu den Grabungsarbeiten:

Vor 42 Jahren ist die damals 12-jährige Monika Frischholz aus Flossenbürg verschwunden. Im Dezember 2018 hatte dann die Kriminalpolizei Weiden Weiden eine neue Ermittlungsgruppe gegründet, die den Fall aufklären soll. Denn die Kripo Weiden hat einen interessanten Zeugenhinweis erhalten, der den Verdacht eines Tötungsdelikts nahelegt. Von der These, dass das Mädchen ermordert worden ist, ist die Ermittlungsgruppe auch nicht im Laufe ihrer Ermittlungen abgekommen. Daher starten nun Grabungsarbeiten. Den Grabungsort konnten die Ermittler der Weidener Polizei durch ihre Ermittlungsarbeit als potentiellen Ablageort der Leiche herausarbeiten.

Hier ein Statement vom Ermittlungsgruppenleiter der „EG Froschau“ Kriminalhauptkommissar Armin Bock:

„Unsere Ermittlungen haben uns nun so weit geführt, dass wir diesen möglichen Ablageort der Monika genauer untersuchen wollen. Wir wissen noch nicht was uns erwartet und ob wir sie letztlich hier finden. Egal jedoch wie diese erste Untersuchung verlaufen wird: Wir werden nicht aufgeben!“

(Quelle: Ermittlungsgruppenleiter „EG Froschau“ Kriminalhauptkommissar Armin Bock)

 

Weitere Informationen zu den Grabungsarbeiten gibt die Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz:

Unterstützt werden die Kriminalbeamten der EG Froschau von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen. So sind u.a. Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf., der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg, der Operativen Fallanalyse Bayern, der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg eingebunden.

Ob und inwieweit die forensischen Grabungen zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen werden ist noch vollkommen offen.

(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberpfalz)

Zum Hintergrund:

Soweit konnte die Polizei bislang den Tag des Verschwindes der 12-Jährigen rekonstruieren:

"Am 25.05.1976, gegen 15.30 Uhr, wurde die damals 12-jährige Monika Frischholz in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Floßer Straße bergab. Durch Zeugenhinweise der damaligen, aber auch der heutigen Zeit konnten die Ermittler ihren Fußweg bis zu der Abzweigung nach Waldkirch rekonstruieren. Von dort ging die Suche der „EG Froschau“ nach Monika Frischholz weiter."

(Quelle: Polizeipräsidium Oberpfalz)

Bericht vom 21.12.2018:
Neue Spuren im Fall Monika Frischholz: Die Kripo Weiden hat den Fall der bereits seit 42 Jahren vermissten Monika Frischholz aus Flossenbürg neu aufgerollt. Nach einem Zeugenhinweis geht die Polizei von einem Mordfall aus. Daher hat die Kripo die Ermittlungsgruppe „Froschau“ gegründet. Außerdem wurden zur Aufklärung der Tat bzw. zur Ergreifung des Täters eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. (jg)
Bericht vom 11.01.2019:
Es gibt neue Erkenntnisse im Fall der vor 42 Jahren verschwundenen Monika Frischholz aus Flossenbürg. Sowohl der detaillierte Verlauf ihres letzten Fußweges vor ihrem Verschwinden, als auch ein falscher Verdacht konnten aktualisiert werden. Das eigens für diesen Fall gegründete Sondereinsatzkommando namens „EG Froschau“ konnte anhand von aktuellen Zeugenaussagen die neuen Fakten ermitteln. Insgesamt sind mehr als 25 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass Monika Frischholz ermordet worden ist. Doch nach wie vor bittet die Polizeiinspektion Weiden die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falles. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann für die Ermittler von großer Bedeutung sein. Weiterhin ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro auf Mitteilungen ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen. (wr)

Das Bayerische Landeskriminalamt hat zudem für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.*
Zudem sollen sich auch weiterhin Zeugen, die sich bislang noch nicht gemeldet haben, mit der Polizei in Verbindung setzten.Hinweise zur Aufklärung des Falls werden unter der Rufnummer 0961/401-291 erbeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis könne weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein.

Hier die Beschreibung des Mädchens:

  • 160 cm groß
  • mittelschlanke Figur
  • halblanges dunkelbraunes bis schwarzes Haar
  • war bekleidet mit einer dunkelgrünen, langen Hose, einem gelben kurzärmeligen Pullover und einer rot-schwarz gemusterten Strickweste, dazu trug sie braune Handschuhe

* Hinweis laut Pressemitteilung: Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

(nh/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberpfalz)

Hier ein Bild der Vermissten Monika Frischholz