Flossenbürg: Sicherungskonzept für Burg

Der Turmaufgang in der Burgruine in Flossenbürg ist für Besucher gesperrt worden, es besteht die Gefahr eines Felssturzes.

Der Vulkan ist erloschen, doch seine Spitze ist noch da. 732 Meter ragt sie aus dem Oberpfälzer Wald heraus. Ganz oben thront eine Burg. Wer sie sieht, weiß sofort, wo er ist: in der Gemeinde Flossenbürg. Deren Burgruine zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region, auch zu Coronazeiten. Doch jetzt erschreckte eine Nachricht die Wanderer: ein Felssturz droht, der Zugang zum Turm und der Turm selbst mussten gesperrt werden.

Die Gefahr ist durch geologische Untersuchungen des Lehrstuhls für Ingenieurgeologie der Technischen Universität München und dem Staatlichen Bauamt Sulzbach-Rosenberg entdeckt worden. Betroffen ist die Treppenanlage auf dem Weg zum Burgturm. Diese Anlage ist als Sofortmaßnahme zum 1. April gesperrt worden. Hinweisschilder und ein Bauzaun hindern Ausflügler nun daran, den Turm zu besteigen.

Rasches Handeln nötig

Um das beliebte Ausflugsziel in dem staatlich anerkannten Erholungsort Flossenbürg bald wieder zugänglich zu machen, ist rasches Handeln angesagt. Es sei bereits ein Fachgutachter eingeschaltet worden, um Sicherungsmöglichkeiten zu prüfen, so Stefan Adam von der Immobilien Bayern Freistaat, der Eigentümerin der Burg. „Im Anschluss erfolgt die Erstellung eines Sicherungskonzeptes, dessen Maßnahmenkatalog zeitnah umgesetzt werden soll“, verspricht Adam.

Flossenbürgs Bürgermeister Thomas Meiler geht davon aus, dass die Burganlage ab Herbst wieder voll zugänglich sein wird. (gb)