Fünf Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Haushalt

Kaum ein Thema ist so präsent in der Öffentlichkeit wie die Klimakrise. Sowohl Politiker als auch Verbraucher sind sich einig: Es muss dringend etwas getan werden. Dabei kommt es zum einen natürlich darauf an, dass große Unternehmen und die Industrie strukturelle Veränderungen vornehmen. Zum anderen gibt es glücklicherweise auch viele kleine Dinge, die jeder einzelne tun kann. Wenn mehr Menschen Veränderungen im Alltag umsetzen, dann kann auch dadurch so einiges bewirkt werden. Doch wo können wir anfangen? Heißt das, wir dürfen kein Fleisch mehr essen, keine Kleidung mehr shoppen und keinen Strom mehr verbrauchen? Sollen wir alle in eine Hütte im Wald ziehen, ohne Elektrizität und fließend Wasser? Tatsächlich haben viele Menschen diese Horrorvorstellungen vor Augen, wenn sie an das Thema Nachhaltigkeit denken. Dabei gibt es viele Maßnahmen, die deutlich einfacher und weniger absolut sind. Wie auch bei so vielen Dingen im Leben gilt hier nämlich: Es ist immer besser, kleine Dinge umzusetzen, als nichts zu tun. Sehen Sie Ihren nachhaltigen Lebensstil als einen Prozess, den es in kleinen Schritten zu optimieren gilt. Mit den folgenden Tipps können Sie direkt anfangen.

Tipp 1: Reparieren statt neu kaufen

Einer der großen Energiefresser der Moderne ist der ausufernde Konsum, dem viele Verbraucher nachgehen. Die meisten Menschen geben viel Geld für Dinge aus, die sie eigentlich nicht benötigen und für die natürliche Ressourcen verbraucht werden. Eine Möglichkeit, an dieser Stelle einzulenken ist es, einen minimalistischen Lebensstil zu etablieren. Das bedeutet, dass Sie nur die Dinge noch besitzen, die Sie wirklich benötigen. Eine andere Möglichkeit ist es, kaputte Artikel zu reparieren, anstatt sie neu zu kaufen. Sekundenkleber ist ein praktisches Werkzeug, um zerbrochenes Porzellan oder Glas wieder zu befestigen. Abgefallene Knöpfe an der Kleidung können einfach selbst wieder angenäht werden. Kaputte Schuhe können Sie zum Schuhmacher bringen, anstatt Sie direkt zu ersetzen. Sicherlich fallen Ihnen viele weitere Möglichkeiten ein, um Gebrauchsgegenstände länger zu nutzen.

Tipp 2: Duschen statt Baden

Nachhaltigkeit bedeutet auch, weniger Wasser zu verbrauchen. Wasserknappheit und Trockenheit stellen vor allem für die Landwirtschaft große Probleme dar. Eine Möglichkeit ist es, seltener ein Vollbad zu nehmen. Vor allem im Winter gibt es kaum etwas Schöneres, als sich in die heiße Badewanne zu legen und Körper und Geist zu entspannen. Versuchen Sie jedoch, es mit dem Baden nicht zu übertreiben. Um zusätzlich Energie zu sparen, können Sie dazu übergehen, ab und zu kalt zu duschen. Damit tun sie nicht nur ihrer Gesundheit, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

Tipp 3: Sparsam heizen

Ein Großteil der Energie wird im Winter beim Heizen verbraucht. Dabei kann man mit kleinen Veränderungen an dieser Stelle so viel bewirken! Tatsächlich spart jedes Grad weniger bis zu sechs Prozent Heizenergie. Noch dazu ist es auch besser für die Gesundheit, das Zuhause nicht zu überheizen. Rechnen Sie nach: Wenn Sie die Wohnung im Winter auf 20 Grad statt auf 24 Grad aufheizen, sparen Sie fast ein Vierteil der Heizenergie! Das heißt: Lieber mal einen Pullover mehr anziehen oder sich unter die kuschelige Decke zurückziehen, anstatt stickige Heizungsluft und Energieverschwendung in Kauf zu nehmen.

Tipp 4: Lebensmittelverschwendung reduzieren

Vermutlich kennt jeder den Grundsatz, niemals hungrig einkaufen zu gehen. Das hat einen guten Grund – wenn wir Hunger haben, neigen wir dazu, viel zu viel zu kaufen. Anschließend können wir die ganzen Lebensmittel vielleicht nicht verbrauchen und sie landen in der Tonne. Nur das einzukaufen, was man wirklich benötigt, ist also eine gute Möglichkeit, hier entgegenzuwirken. Ein anderer Tipp ist es, über spezielle Apps oder das Portal „Foodsharing“ Lebensmittel zu retten, die andernfalls weggeschmissen werden würden. Dabei handelt es sich um Brot vom Vortag oder um Obst und Gemüse, das von Supermärkten nicht mehr verkauft werden kann, jedoch noch essbar ist. Auch Konserven, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, ohne verdorben zu sein, gehören zu dieser Kategorie dazu.

Tipp 5: Weniger Plastikmüll erzeugen

Bis eine Plastiktüte auf dem natürlichen Weg zersetzt ist, vergehen mehrere hundert Jahre. Wenn Sie nun zu den Menschen gehören, die wöchentlich große Müllbeutel voller Plastikmüll produzieren, können sich ausrechnen, was das für die Umwelt bedeutet. Plastikvermeidung muss allerdings gar nicht so schwer sein. Bevorzugen Sie im Supermarkt Lebensmittel, die lose zu kaufen sind oder gehen Sie in spezielle Unverpacktläden. Vermeiden Sie die Verwendung von Alu- oder Frischhaltefolie. Stattdessen gibt es beispielsweise spezielle Bienenwachstücher, die stattdessen benutzt werden können. Bei Lebensmitteln, die nicht anders als in Plastik zu bekommen sind, hilft es, wenn Sie größere Abpackungen kaufen. So bekommen Sie mehr Produkte bei weniger Plastikmüll.

(exb)