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Gartentipp: Beetvorbereitungen im April

April, April, der macht was er will. Ein Spruch, der sehr gut beschreibt in welchem Dilemma sich Hobbygärtner oft im April befinden. Und zwar aufgrund des Wetters, denn das macht oft einen Strich durch die Rechnung. Einerseits sind die Tage oft schon sehr sonnig, andererseits kann es nachts aber auch noch Frost geben. Was kann man im April dann überhaupt schon tun? Tipps dazu hat Claudia Saller – Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege im Landkreis Neustadt an der Waldnaab – im Gartentipp für den Monat April parat.

Dieses Mal informiert sie uns wie Hochbeete entsprechend vorbereitet werden müssen. Der große Vorteil eines Hochbeets besteht unter anderem darin, dass es als eine Art Komposter angesetzt wird und man sich so die wertvollen Verrottungseffekte zunutze machen kann. So muss nicht das gesamte Volumen des Beetes mit hochwertiger Blumenerde und Kompost aufgefüllt werden.
Als Faustregel gilt: nach oben hin wird das Füllmaterial des Hochbeets immer feiner. Die Höhe der einzelnen Schichten richtet sich dabei nach der Höhe des Hochbeets, das in der Regel ca. 80 Zentimeter hoch ist. Die optimale Höhe des Hochbeetes ist übrigens die Arbeitshöhe, die Ihre Küchenmöbel haben.
Die unterste Schicht besteht aus grobem Baum- und Strauchschnitt (Äste, Zweige), anschließend eine Schicht dünnerer Äste sowie umgedrehte Rasensoden (Wurzeln nach oben), Rasenschnitt oder Laub. Es folgt eine Schicht aus halbreifem Kompost oder Stallmist und abschließend die Pflanzschicht mit hochwertiger Pflanzerde und reifem Kompost. Die Stärke der einzelnen Schichten liegt je nach Material zwischen 5 und 25 cm. Die Schichtstärke hängt vor allem auch davon ab, wie viel von welchem Material verfügbar ist. Nach 5 bis 7 Jahren sind sämtliche kompostierbaren Anteile verrottet und es hat sich wunderbarer Humus für die Gartenbeete gebildet. Erst dann wird das Hochbeet wieder neu aufgesetzt.
Um den Zeitpunkt der Neuaufsetzens möglichst hinauszuzögern, empfiehlt es sich, das Hochbeet alljährlich im Frühjahr 30-40 cm abzutragen, mit Stauden- und Strauchschnitt, Laub oder dem ersten Rasenschnitt aufzufüllen und mit guter Pflanzerde abzudecken. Auf diese Weise werden immer wieder frische Schichten mit verrottendem Material hinzugefügt ohne dass das Hochbeet verschlämmt oder es zu Stauwasser im Hochbeet kommt.
Und auch alltägliches wie Kaffee kann ein kleines Hilfsmittel im Garten sein. So gehört Kaffeesatz nicht in die Mülltonne, besser ist es den Kaffeesatz als kostenlosen Dünger zu nutzen, denn vor allem Regenwürmer lieben Kaffeesatz. In mit Kaffeesatz gedüngten Beeten findet man besonders viele Regenwürmer, die die Erde optimal auflockern.
Besonders beliebt ist Kaffeesatz durch seinen leicht sauren pH-Wert bei Rhododendren und Azaleen, aber er ist auch hervorragend für Beerenobst, Gurken, Rosen und Hortensien geeignet. (sd)