Gartentipp: So wird der Balkon fit für den Frühling

Die Temperaturen werden milder, die Sonne zeigt sich häufiger und die Tage werden länger. Der Frühlingsbeginn scheint die ideale Gelegenheit zu sein, um den eigenen Balkon langsam auf die warme Jahreszeit vorzubereiten. Das gilt zumindest dann, wenn einige Tipps und Tricks rund um die passende Balkonbepflanzung im Frühjahr und die Pflege des Mini-Gartens beachtet werden.

Frühling auf dem Balkon: Nicht alle Pflanzen sind frühlingstauglich

Sobald die Tage länger und die Temperaturen milder werden, ist klar, dass der Frühling Einzug hält. Schnell kommt dann Lust auf, die ersten warmen Frühlingssonnenstrahlen auf dem eigenen Balkon zu genießen. Ist der Balkon jedoch noch winterlich grau und trist, verfliegt die Frühlingsstimmung schnell wieder.

Etwas anderes gilt jedoch dann, wenn der eigene Balkon bereits mit dem Frühlingsbeginn bepflanzt und frühlingsfrisch hergerichtet wird. Dann kann er die angenehme Aufbruchsstimmung der Jahreszeit widerspiegeln und zu einem tollen, frühlingsfrischen Ort der Erholung werden.

Zu beachten ist dabei jedoch: Viele beliebten Stauden und Sommerblumen sind für die teilweise frischen und noch wechselhaften Frühlingstemperaturen nicht geeignet. Statt einer farbenfrohen Sommerbepflanzung müssen im Frühjahr darum Pflanzen her, die bereits zu dieser Zeit auf dem Balkon gedeihen. Außerdem gilt es, ein paar wichtige Pflanz-Tipps zu beachten, um an der fröhlichen Frühjahrsbepflanzung möglichst lange Freude zu haben.

Pflanzgefäße vom Vorjahr müssen gründlich gereinigt werden

Bevor mit der Neubepflanzung des Balkons begonnen werden kann, sollten vorhandene Kübel und Blumenkästen gründlich gereinigt werden. Noch vorhandene Blumenerde aus dem letzten Jahr wird dabei entsorgt. Schließlich besitzt die Erde kaum noch Nährstoffe und eignet sich wenig, um Blumen oder frische Frühlingskräuter darin anzupflanzen. Die ausgezehrte Erde wird darum im Biomüll oder auf dem Komposthaufen entsorgt.

Ist das Geschehen, können vorhandene Pflanzgefäße gründlich mit Seifenlauge aufgewaschen werden. Diese Prozedur ist zwar anstrengend – stellt aber sicher, dass keine noch aus dem Vorjahr vorhandenen Keime auf die neuen Pflanzen übertragen werden können.

Sind die vorhandenen Pflanzgefäße gereinigt, können sie mit neuem, zu den gewünschten Pflanzen passendem Pflanzensubstraten oder Erden befüllt werden. Dabei ist zu beachten, dass zum Anziehen von Blumen oder Gemüse eine spezielle Anzuchterde benötigt wird. Gewächse hingegen gedeihen am besten in einem Torf-Erde-Gemisch, Frühlingsblumen in herkömmlicher Blumenerde.

Wer seinen Balkon mit gleich mehreren verschiedenen Pflanzenarten bestücken möchte, muss hier tiefer in die Tasche greifen. Schließlich müssen für verschiedene Pflanzenarten unterschiedliche Erden verwendet werden. Hier lohnt es sich darum, auf die Angebote der Gutscheinexperten von Sparheld.de zu achten. In der Kategorie „Haus und Garten“ lassen sich hier tolle Schnäppchen von Obi und Co. rund um Balkon und Garten schlagen. Auch Nachlässe auf Produkte wie Blumenerde, vorgetrieben Pflanzen oder Samen sind in den Partnershops regelmäßig zu finden.

Diese Pflanzen können zeitig auf dem Balkon

Prinzipiell sind sämtliche Frühblüher dazu geeignet, auch auf dem Balkon zu gedeihen. Allerdings muss, wer sich bereits im Frühjahr an Krokussen und Narzissen erfreuen möchte, daran denken, diese im Herbst des Vorjahres zu setzen. Ist das geschehen, treiben die Blumenzwiebeln zum Frühlingsbeginn aus und präsentieren sich bald darauf in schönster Blüte.

Ist der Setzzeitpunkt verpasst worden, ist das prinzipiell kein Problem. Vorgetriebene Pflanzen können im Fachhandel erworben und etwa Anfang März auf dem Balkon eingepflanzt werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Pflanzen, die vorgetrieben erworben wurden, oft weniger widerstandsfähig gegen Frost sind. Sollte noch mit Nachtfrösten zu rechnen sein, ist es sinnvoll, die Pflanzen abends vorsorglich in die Nähe einer warmen Hauswand oder in einen Innenraum zu stellen.

Eine weitere schöne Frühlingsoption für den Balkon sind Tausendschön oder Stiefmütterchen. Sie können problemlos schon Anfang März gesetzt werden und sind kaum frostanfällig. Sowohl auf sonnigen als auch halbschattigen Balkonen gedeihen sie meist gut. Für einen schattigen Balkon hingegen sind meist Alpenveilchen oder Primeln besser geeignet.

Die passende Pflege für eine lange Blütedauer

Um möglichst lange Freude an Frühlingsblumen auf dem Balkon zu haben, kommt es auf die richtige Pflege an. Hierbei ist es in erster Linie wichtig, Verblühtes regelmäßig zurückzuschneiden, damit die Pflanze lange Blüten treibt. Außerdem sollte der Boden möglichst gleichmäßig befeuchtet werden – lediglich bei Frost muss auf das Gießen verzichtet werden. Andernfalls nehmen die Zwiebeln und Wurzeln Schaden durch das gefrierende Wasser.

In der Wachstumsperiode schadet es außerdem nicht, auch Frühlingsblumen mit Nährstoffkonzentrat zu düngen. Lediglich direkt nach dem Einsetzen der Zwiebeln muss auf das Düngen verzichtet werden.

Haben die Frühblüher dann einmal ausgedient, gilt es abzuwarten, bis sie sich komplett in die Erde zurückgezogen haben. Ist das geschehen, können die Zwiebeln aus dem Pflanzgefäß genommen und trocken und dunkel bis zum nächsten Herbst aufbewahrt werden. Im Herbst können sie dann erneut in die Erde eingesetzt werden.

Welche Pflanzen sind nicht für den Frühlings-Balkon geeignet?

Klassische Sommerbepflanzung – also solche Pflanzen, deren Blüten sich üblicherweise erst während der Sommermonate öffnen – sind für die Balkonbepflanzung im Frühling nicht geeignet. Sie sind oft frostempfindlich und nehmen durch die kalten Nachttemperaturen im Frühjahr Schaden. Zu den klassischen Sommerblühern, die sich nicht für den Frühling eignen, gehören etwa Margeriten, Geranien oder Begonien. Sie sollten erst dann gepflanzt werden, wenn nicht mehr mit Nachtfrösten zu rechnen ist und die Eisheiligen (11. bis 15. Mai) vorüber sind.

(exb)