Oberpfalz TV

Gartentipp: Wie überleben Kräuter im Winter?

Gartenkräuter auch im Winter genießen – das funktioniert. Doch wer auch zur kalten Jahreszeit Freude daran haben möchte, der sollte auf den richtigen Winterschutz achten. Und auch was Wurzelgemüse, wie Sellerie, Rote Beete und gelbe Ruabn betrifft gibt es einiges zu beachten bevor der Frost zuschlägt. Tipps zu diesen Themen gibt’s heute bei unserem OTV-Gartentipp für den Monat Oktober von Gartenkreisfachberaterin Claudia Saller.

Viele Kräuter überstehen Frost und niedrige Temperaturen nicht. Wer auch im kommenden Jahr Freude an den Pflanzen haben möchte, sollte daher auf den richtigen Winterschutz achten. Allerdings haben nicht alle Kräuter dieselben Ansprüche.
Viele Kräuter sind Stauden, das heißt sie werfen ihre oberirdischen Teile im Herbst ab und treiben dann im Frühling aus dem Wurzelstock wieder komplett neu aus. Beispiel dafür sind Minze, Zitronenmelisse und Oregano. Von ihnen kann man vor dem Winter die gesunden Blätter ernten und trocknen.
Dann gibt es noch die verholzenden Kräuter, wie Salbei, Lavendel, Thymian. Solche Kräuter sollte man erst im Frühling schneiden. Verholzen bedeutet, dass ihre Triebe nicht jedes Jahr aus dem Wurzelstock neu entstehen, sondern sie entwickeln einen neuen Stamm, aus dem sie im Frühling frisch austreiben.
Empfindliche Kräuter wie Rosmarin oder Lorbeer sollten mit einem Vlies geschützt werden. Dick mit diesem Vlies eingepackt könnten die Kräuter auch ausgepflanzt oder in Kübeln draußen gelassen werden. Kräuter, die ins Haus geholt werden, überstehen das oft ohnehin nicht gut.
Sehr empfindlich sind Zitronenverbene oder Basilikum. Diese Kräuter vertragen keine Minustemperaturen und sollten bei Frostgefahr unbedingt ins Haus geholt werden. Ebenso brauchen sie im Haus auch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Deswegen am besten eine Schale mit Wasser daneben stellen.

Bevor die Temperaturen auch unter Null rutschen, sollte Wurzelgemüse wie Knollensellerie, Rote Bete oder Karotten aus der Erde geholt werden. Rote Bete ist zwar sonst unkompliziert, doch hier gilt: Kein Frost. Bei der Ernte den Blattschopf an der Basis fassen und vorsichtig die Knolle herausziehen. Rote Bete sollte bei der Ernte auch keine Verletzungen davon tragen, sonst blutet sie aus.
Danach die Knollen in eine Holzkiste – mit Plastik ausgekleidet und feuchtem Sand gefüllt – nebeneinander betten. Die Kisten dann in den kühlen Keller oder Schuppen stellen. (sd)