Gasgrill: Alles Wichtige zum Kauf

Der Gasgrill ist die praktische Alternative zum traditionellen Holzkohlegrill. Schnelle Aufheizzeiten, eine geringere Rauchentwicklung und vielseitige Möglichkeiten der Zubereitung des Grillguts sind Argumente, die für viele Kunden auch höhere Preise rechtfertigen. Zudem haben Blindverkostungen den Beweis erbracht, dass die geschmacklichen Unterschiede des Grillguts im Vergleich zum Kohlegrill nicht wahrnehmbar sind.

Hohe Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Produkten und eine große Funktionsvielfalt machen den Kauf eines Gasgrills allerdings zu einer gewissen Herausforderung. Besonders beliebt ist der Rösle Gasgrill, getestet von H&S. Doch worauf kommt es beim Kauf eines guten Gasgrills eigentlich an?

Kugelgrill oder Rollgrill?
Der Kugelgrill ist noch gar nicht so alt. Erst 1951 wurde er vom US-Amerikaner George Stephen erfunden, dem die alte Grillmethode zu langsam vonstattenging und der das tropfende Fett beim Grillen vermeiden wollte. Beides gelang ihm mit Bravour:

Der Kugelgrill entwickelt eine wesentlich größere Heizkraft als der Wagengrill oder eine beliebige andere rechteckige Grillart. Das Grillen geschieht durch die Garkammer nur noch indirekt. Es ist somit schonender und das Fett kann nicht tropfen. Da die Luftzufuhr genau justiert werden kann, kann auch die Temperatur im Garraum auf ein gewünschtes Maß festgelegt werden.

Der Kugelgrill ist eine hochwertige Form des Grillens, die sich auch in Europa immer mehr an Beliebtheit erfreut. Hierfür müssen allerdings tendenziell höhere Preise aufgebracht werden.

Die Leistung des Grills
Kleinere Gasgrills beanspruchen etwa 3 bis 6 Kilowatt, bei größeren Gasgrills können es schon einmal 10 bis 15 kW sein. Wer zum Beispiel für das Camping eine größere Reisegruppe verkosten möchte, kann auch noch größere Modelle mit einer Leistung zwischen 20 und 25 kW auswählen. Mehr Kilowatt beeinflussen die Kürze der Aufheizzeit, die bei Gasgrills dank Piezo-Zündung ohnehin mit zwei bis fünf Minuten erfreulich schnell ist. Sie hängt aber auch mit der Art der Bauweise des Grills zusammen.

Die Temperatur reguliert sich über die Gaszufuhr, die im besten Fall stufenlos möglich ist. Auch sollte die Grillfläche gleichmäßig beheizt werden können. Manche Gasgrills zeigen bereits die aktuelle Grilltemperatur an. Eine Maximaltemperatur von 150 Grad C° reicht bereits für die meisten Speisen aus.

Anzahl der Brenner

Anders als ein Kohlegrill verfügt ein Gasgrill über mehrere Heizzonen. Jede Heizzone wird dabei über einen Brenner hergestellt. Das Minimum sind bei einem Gasgrill zwei bis drei Heizzonen. Größere Gasgrills arbeiten schon einmal mit vier bis sechs Brennern. Mehrere Heizzonen ermöglichen ein differenzierteres Grillen für unterschiedliche Speisen mit anderen Idealtemperaturen. Bei größeren Grills liegen manche Heizzonen außerdem seitlich. Hierbei handelt es sich meist um Spezialkammern, beispielsweise für Gemüse und andere vegetarische Speisen, die lediglich garen müssen und keine große Hitze vertragen. In vielen Fällen werden hier auch Soßen, Suppen und Eintöpfe zubereitet.

Gussrost oder Edelstahlrost?

Eine andere große Frage bei der Beschaffung ist die Art des Grillrostes, das entweder aus Edelstahl oder aus Gusseisen ist. Gussroste sind die günstigere Variante, mit denen sich attraktive Brandings auf das Fleisch zaubern lassen. Bei Edelstahlrosten ist es schwerer, diese Brandzeichen zu erzeugen. Dafür sind sie deutlich pflegeleichter und temperaturbeständiger. Die Hitze wird eher geleitet als gespeichert. Wer auf eine Pulverbeschichtung setzt, profitiert zudem von einer einfacheren Reinigung, muss aber eine stärkere Rostanfälligkeit hinnehmen.

Mögliche Sonderfunktionen
Die Vielseitigkeit des Gasgrills im Vergleich zum Kohlegrill erklärt sich neben der Varianz bei den Brennern durch diverse Spezialfunktionen. So verfügen manche Gasgrills über eine Infrarotkammer mit Temperaturentwicklungen bis zu 800 Grad, die gut für saftige Steaks genutzt werden kann. Andere Gasgrills imponieren mit einer Rotisserie für Drehspieße und Brathähnchen. Die Spezialitäten aus Griechenland und der Türkei, nämlich Gyros und Döner, sind ohnehin beliebte internationale Klassiker. Andere Grillfreunde schwören auf Lavasteine und nutzen ihre spezielle Gleitfähigkeit für eine noch raschere und gleichmäßigere Zubereitung des Grillfleisches.

Nichts mit Zusatzfunktionen zu tun haben schließlich Aspekte der Standfestigkeit und Transportfähigkeit, die aber ebenfalls beim Kauf eines Gasgrills zu berücksichtigen sind.

(Bildquelle: Holger Langmaier auf Pixabay)