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Gesundheitstipp: Infektionsvorbeugung

Wenn Sie sich jetzt Ihre Hände ansehen, dann blicken Sie auf 150 verschieden Bakterien-Arten. Etwa 500 Millionen Mikroorganismen tummeln sich da. Die meisten von ihnen unbedenklich oder sogar nützlich. Aber wahrscheinlich wird trotzdem ein Krankheitserreger dabei sein. An fast allem, was Sie anfassen, bleibt er kleben. Und so verteilt er sich in Ihrem Haus, in Ihrem Büro und sogar bei Ihren Mitmenschen. Mit einfachen Mitteln können Sie aber verhindern, dass das passiert.

Vor allem dann, wenn Sie sich an eine Regel halten: Vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch 20 Sekunden Hände waschen. Und zwar mit einer ph-neutralen Seife und auch zwischen den Fingern. Die Nägel darf man auch nicht aussparen. Desinfizieren sei im Alltag kaum nötig, sagt Prof. Hossain. Im Gegenteil, es könne sogar dafür sorgen, dass man sich leichter mit Krankheiten anstecke oder Allergien bekomme.

Denn Keime können auch unser Immunsystem stärken. Tötet man alle, ist man hypersensibel. Das trifft auch auf Allergien zu. Und: Desinfektionsmittel greifen auch die Haut an. Der natürliche Schutzfilm wird zerstört. In Zeiten von Krankheitswellen allerdings sei desinfizieren hin und wieder kein Problem. Vor allem dann, wenn man sich im öffentlichen Raum bewege. In öffentlichen Verkehrsmitteln oder Toiletten tummeln sich Keime, die wir zwar meistens gut abwehren oder nutzen können. Aber bei Grippewelle, Noro-Virus etc. könne der Griff zum Desinfektionsmittel durchaus nützlich sein.

Und: wenn man ein Krankenhaus betritt, sollte man sich immer die Hände desinfizieren. Und zwar mehrmals. In einer halben Stunde etwa zweimal und beim Verlassen dann erneut. Nur so können auch Krankenhauskeime eingedämmt werden. (eg)