Gesundheitstipp: Mittel gegen Haarausfall

Haarausfall ist in Deutschland weit verbreitet und die Gründe für Haarausfall sind unterschiedlich. Wer betroffen ist, kann je nach Haarausfall Ursache auf unterschiedliche Mittel und Behandlungsmethoden zurückgreifen.

Zu den vier häufigsten Gründen für Haarausfall zählt erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie). Aber auch diffuser, stressbedingter und kreisrunder Haarausfall sind mögliche Formen von Haarverlust.

 

Symptome identifizieren

Um das richtige Mittel gegen Haarausfall zu wählen, sollten die Symptome beobachtet und die Haarausfall Ursachen identifiziert werden.

  • Erblich bedingter Haarausfall ist in 80 Prozent der Fälle die Ursache für Haarausfall. Es ist die Folge einer Überempfindlichkeit der Haarfollikel auf das Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron (DHT), in dessen Folge die Haarwachstumsphase verkürzt wird und die Haarwurzeln verkümmern. Es kommt zum Haarverlust. Meist treten erste Anzeichen androgenetischer Alopezie bereits im Alter zwischen 20 und 25 Jahren auf. An bestimmten Stellen reagieren die Haarfollikel besonders empfindlich auf DHT, sodass oft Geheimratsecken, ein zurückweichender Haaransatz und kahle Stellen am Hinterkopf sichtbar werden.
  • Diffuse Haarausfall Ursachen sind divers. Mögliche Auslöser können sowohl Krankheiten und Medikamente, als auch Stress, unausgewogene Ernährung und ein ungesunder Lifestyle sein. Symptomatisch ist insgesamt lichter werdendes Haupthaar ohne spezifischen Verlauf.
  • Gründe für stressbedingten Haarausfall sind körperliche und psychische Anstrengungen, die beispielsweise aus extremen sportlichen Betätigungen, aber auch aus familiären Problemen oder beruflichen Herausforderungen hervorgehen können. Der Körper benötigt die Energie, um körperliche Funktionen aufrechtzuerhalten und zieht diese von den Haarwurzeln ab. Für gesunde Haare ist die in Nährstoffen enthaltene Energie unerlässlich.
  • Kreisrunder Haarausfall ist noch nicht ausreichend erforscht, jedoch gehen Experten davon aus, dass der Grund für den Haarausfall eine Autoimmunerkrankung ist. Die Symptome dieser Form des Haarausfalls sind kreisrunde und ovale kahle Stellen an Kopf und anderen Körperstellen. Die Erkrankung wird häufig durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgelöst. Werden diese geklärt, wachsen die Haare normalerweise vollständig nach.

 

Effektive Mittel gegen Haarausfall

Haarausfall bei Männern und Frauen lässt sich besser behandeln, als die meisten glauben. Oftmals bewirkt bereits eine Veränderung des Lebensstils und der Ernährungsweise eine Verbesserung, wenn es sich nicht um erblich bedingten Haarausfall handelt. Wenn kleine Änderungen keine Wirkung erzielen, können Wirkstoffe und Mittel, wie Coffein, Minoxidil und Finasterid zum Einsatz kommen.

Coffein ist in speziellen Shampoos enthalten und hemmt bei äußerlicher Anwendung den Einfluss von DHT auf die Haarfollikel. So wird die Haarwachstumsphase verlängert und auch das Haarwachstum wird angeregt. Deshalb kommen Coffeinhaltige Shampoos besonders im Zusammenhang mit androgenetischer Alopezie zum Einsatz.

Minoxidil ist ein Wirkstoff, der in Tablettenform zur Blutdrucksenkung angewandt wird. Mittlerweile sind in der Apotheke rezeptfreie Lösungen und Schäume erhältlich, die den Stoff enthalten und Haarverlust entgegenwirken. Allerdings können diese Mittel das empfindliche Kopfhautmilieu reizen und Entzündungen und Schuppenbildung begünstigen.

Finasterid wird als verschreibungspflichtiges Medikament gegen eine gutartige Prostatavergrößerung angewendet. In geringer Dosierung wirkt es Haarausfall entgegen. Die Behandlung mit Finasterid kann jedoch mit schwerwiegenden Nebenwirkungen, wie Erektionsstörungen, Depressionen und auch Libidoverlust einhergehen.

Wer Haarausfall Ursachen effektiv und sanft behandeln will und mögliche Nebenwirkungen vermeiden möchte, sollte auf ein Coffein Shampoo zurückgreifen. Alle Mittel müssen regelmäßig und langfristig angewendet werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

(exb)

(Bildquelle: Image by Phimchanok Srisuriyamart from Pixabay)