Gesundheitstipp: Wasser im Ohr – Vorbeugen einer Badeotitis

Sommerzeit ist Badezeit. Doch das kann auch schnell mal unangenehm werden. Der Grund: Wasser im Ohr! Das ist nicht nur lästig, sondern kann im schlimmsten Fall zu einer Entzündung des äußeren Gehörgangs führen, einer sogenannten Badeotitis.

Wie entsteht eine Badeotitis und woran erkenne ich sie?

Bei einer Badeotitis entzündet sich die Haut im äußeren Gehörgang, also im Bereich zwischen Ohrmuschel und Trommelfell. Normalerweise wird dieser empfindliche Bereich durch eine natürliche Fettschicht vor Krankheitserregern geschützt. Aber durch längere Aufenthalte im Wasser kann diese Schicht angegriffen und aufgelöst werden. Gerade chlorhaltiges Wasser, wie es in den Schwimmbecken zu finden ist, greift diese natürliche Fettschicht an. Die dadurch ungeschützte Haut wird anfälliger für kleinere Verletzungen. Dann haben es Bakterien und andere Keime haben leicht, eine Badeotitis auszulösen. Die häufigsten Symptome dafür sind:

  • Juckreiz im Ohr
  • Schmerzen bei der Berührung des Knorpels
  • Rötungen, Schwellungen und schuppige, trockene Haut

Vorbeugen ist besser als Heilen

Ohne Behandlung kann sich die Entzündung auf das Trommelfell ausweiten. Und so kann es zusätzlich noch zur Mittelohrentzündung kommen. Deswegen gilt: „Vorbeugen ist besser als heilen.“

Das Wichtigste zur Vorbeugung: Nach Möglichkeit sämtliche Feuchtigkeit aus den Ohren nach dem Baden entfernen, so Dr. Martin Tichy, HNO-Arzt in Weiden. Er rät zum berühmten Springen auf einem Bein mit dem Ohr nach unten, oder zum Föhnen der Gehörgänge mit lauwarmer Luft. Der Gehörgang solle dabei leicht nach hinten oben gezogen werden.

(sh)