Gesundheitstipp: Was hilft bei Blaseninfektionen?

Jedes Organ im menschlichen Körper hat einen unverwechselbaren Aufbau und erfüllt ganz bestimmte Aufgaben. Die Harnblase etwa ist ein dehnbares Organ, in dem der Urin zwischengespeichert ist. Zudem ist es ein Organ, das sehr empfindlich ist, was vor allem Frauen im Laufe ihres Lebens Probleme bereiten kann.

Denn Frauen haben anatomisch bedingt eine etwas „unglücklichere“ Beckenbodenmuskulatur, erklärt Apotheker Dr. Robert Winkler von der Amberger Email Apotheke. Durch eine Schwangerschaft etwa würde diese Muskulatur noch mehr beansprucht werden, wodurch sich in der Harnblase leichter Bakterien und Keime bilden können. Deswegen sei eine Stärkung dieser Muskulatur besonders wichtig, betont Robert Winkler. Regelmäßig zuhause Beckenbodenübungen machen – das hilft ungemein!

Auch pflanzliche Medikamente können helfen

Bei leichten Infektionen können jedoch rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke helfen, erklärt der Experte. Wie beispielsweise die pflanzlichen Arzneimittel Cystinol akut, Canephron oder Granu Fink. Letzteres gibt es auch extra für Männer, die Probleme mit der Prostata haben.

Was darüber hinaus hilfreich sein kann, um wiederkehrende Infektionen zu vermeiden oder um Infektionen vorzubeugen: Cranberrysaft und Mannose-Zucker. Dadurch werden die Bakterien wieder leichter ausgespült, erklärt der Apotheker. Auch Liebstöckel, Goldrute, Brennnesseltee oder allgemein Tees mit viel Vitamin C würden helfen, um die Harnblase gut durchzuspülen, wodurch sich Bakterien und Keime dann wiederum schlechter vermehren können. Und das wiederum wirkt sich positiv auf unser gesamtes Harnsystem aus – und ist damit gut für unsere Gesundheit. (cg)