Gibt es eine Immobilienblase? Experte Birger Dehne berät zum Thema Vermögen & Immobilien

Es gibt viel Bewegung auf dem Immobilienmarkt. Während in den Großstädten akuter Wohnungsmangel herrscht, mit der Folge von vollkommen überteuerten Mieten, beklagt man auf dem Lande nicht selten einen absoluten Leerstand. Kaum jemand ging bisher davon, dass sich diese Situation ändern würde. Doch dass sich der Markt stetig weiterentwickelt, hat Birger Dehne schon lange vorhergesehen.

Die aktuelle Krise durch Corona zeigt überaus eindrucksvoll, wie schnell sich alles ändern kann. Durch die Krise rückte das Thema Home-Office quasi über Nacht in den Vordergrund. Die Möglichkeit des dezentralen Arbeitens wird auch automatisch den Wohnungsmarkt verändern.

Der Immobilienexperte Birger Dehne

Der Immobilienexperte Birger Dehne hat sein Immobilienimperium vollkommen unbemerkt von der Öffentlichkeit im Laufe der Jahre aufgebaut. Sein erstes Objekt war ein Mehrfamilienhaus mit 8 Wohneinheiten. Inzwischen besitzt Birger Dehne Immobilien in einem Umfang von mehreren tausend Gebäuden deutschlandweit. Bevor Birger Dehne Selfmademan auf dem Immobilienmarkt wurde, absolvierte er in jungen Jahren ein Schulpraktikum in einer Immobilienfirma. Dort fiel dem jungen Praktikanten sofort auf, dass sich augenscheinlich niemand für Mehrfamilienhäuser interessierte.

Im Gegensatz zu vielen anderen erkannte der junge Praktikant das Potenzial, was sich hier verbarg. Aus diesem Grund hielt er an seiner Idee, ein Mehrfamilienhaus zu kaufen, fest. Heute zeigt die Birger Dehne Foundation ein sehr großes soziales Engagement. Zudem fördert die Birger Dehne Stiftung zahlreiche Projekte in Forschung, Umweltschutz und Wissenschaft. Zur Förderung dieser Projekte wird das Birger Dehne Vermögen genutzt.

Die Veränderungen im Alltagsleben

Die Weiterentwicklung der Technologien stellt viele neue Möglichkeiten bereit. Eine davon ist die dezentrale Arbeit. Laut Birger Dehne wird das zu einer zunehmenden Abwanderung aus den Stadtzentren in die jetzigen B, C und D Lagen führen. Die technologische Weiterentwicklung bringt eine nie dagewesene Unabhängigkeit in das Alltagsleben. Inzwischen lassen sich beinahe alle anfallenden Büroarbeiten mühelos von zu Hause aus erledigen.

Das Gleiche gilt zudem für die bisherige Bildungsproblematik. Ab jetzt ist es nicht mehr zwingend notwendig, die Universität in einer Großstadt zu besuchen, da inzwischen die Möglichkeit des digitalen Lernens immer mehr Einzug in das heutige Leben hält. Aus heutiger Sicht gibt es auch keine Einkaufsproblematik mehr, denn es genügen bereits wenige Klicks und schon ist der Einkauf erledigt. In Punkto sozialer Kontakte hat sich ebenfalls vieles extrem geändert. Heutzutage pflegt man die sozialen Kontakte nicht mehr zwangsläufig in der Bar oder in den Clubs, sondern vielfach werden sie im Internet gepflegt.

Abwanderung führt zu Veränderungen auf dem Immobilienmarkt

Auch wenn es das Home-Office schon recht lange gibt, so führte es dennoch bis vor kurzer Zeit ein echtes Nischendasein. Viele Studien zeigten schon damals, dass Arbeitnehmer zum einen produktiver arbeiten, zum anderen auch noch viel seltener krank sind. Dennoch war die Skepsis dieser dezentralen Arbeit gegenüber extrem groß.

Der Lockdown hat das allerdings deutlich verändert. Nachdem die ersten Schwierigkeiten überwunden waren, lernten sowohl Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber die daraus resultierenden Vorteile zu schätzen.

Diese Entwicklung zieht für den Wohnungsmarkt weitreichende Folgen nach sich. Die Großstädte sind besonders deswegen so attraktiv, weil man hier der gewünschten Arbeit nachgehen kann, da hier das Angebot an Jobs entsprechend groß ist. Besonders attraktiv wurden die Großstädte aber auch durch ihr Bildungsangebot.

Jetzt allerdings kommt es zu deutlichen Veränderungen. Zum einen trägt die Möglichkeit der dezentralen Arbeit zu diesen Veränderungen bei, zum anderen entfällt der Zwang, in einer Metropole zu studieren, denn inzwischen ist das auch durchaus online möglich. Diese Fakten verändern den Wohnungsmarkt, dieser Auffassung ist auch Birger Dehne.

Die Notwendigkeit, in kleinen und vollkommen überteuerten Stadtapartments zu wohnen, um der Arbeit oder dem Studium nachgehen zu können, wird mehr und mehr hinfällig. Jetzt ist es plötzlich möglich, in den Randgebieten zu wohnen, also den sogenannten B, C und D Lagen. Die Immobilienblase platzt damit.

Die gerade noch unattraktiven Lagen könnten sich plötzlich zu A Lage entwickeln, da es nun problemlos möglich ist, außerhalb der Stadt gemütlich im Grünen zu wohnen und dennoch dem hochdotierten Job in der Metropole nachzugehen.

Das bedeutet auch, dass dank des Home-Office unter anderem stressige Fahrten im Berufsverkehr entfallen. Birger Dehne geht unter anderem davon aus, dass diese Faktoren für die Abwanderung aus den Ballungszentren verantwortlich sein werden.

Dezentrale Arbeit und ihre Folgen

Die dezentrale Arbeit nimmt aber nicht nur Einfluss auf das Leben der Arbeitnehmer, sondern auch für die Arbeitgeber wird sich künftig einiges ändern. Für die Arbeitgeber bedeutet das Home-Office ihrer Arbeitnehmer, dass sie nicht mehr so große und auch nicht so teure Büros benötigen.

Vielen Unternehmen wird daher mehr und mehr dieses Einsparpotenzial bewusst. Als Folge dessen ist davon auszugehen, dass Büroimmobilien in den Top Lagen zukünftig deutlich weniger attraktiv sein werden.

Diese Entwicklung zeichnet sich für Experten wie Birger Dehne bereits seit langem ab. Wohnwirtschaftliche Immobilien, die sich aktuell in unattraktiven Wohnlagen befinden, werden deutlich an Beliebtheit dazu gewinnen. Birger Dehne hat in den vergangen 20 Jahren seinen Objektbestand genau an diesen Stellen aufgebaut.

(exb)

(Bildquelle: https://unsplash.com/photos/wR11KBaB86U)