Empfang für jüdische Gemeinden

Shalom bedeutet Frieden. Aber im Hebräischen noch viel mehr: Es meint insgesamt Frieden und Zufriedenheit, Wohlergehen und Heil – auch im Sinne der hebräischen Bibel. Es ist daher die wichtigste Grußformel in Israel und im Judentum. Etwas Ähnliches sagt in der Oberpfalz das „Grüß Gott“ zur Begrüßung aus. „Grüß Gott und Shalom“ war denn auch das Motto eines Empfangs der Regierung der Oberpfalz für die jüdischen Mitbürger.

Regierungspräsident Axel Bartelt und Bezirkstagspräsident Franz Löffler haben gemeinsam eingeladen. Sie wollten ein Zeichen setzen, dass die jüdischen Gemeinden ein ganz selbstverständlicher Teil der Oberpfalz ist. Gewöhnlich komme man nur an Gedenktagen oder aus negativen Anlääsen zusammen, beim Sommerempfang sollte die ungezwungene unterhaltsame Begegnung und das Feiern im Vordergrund stehen.

Tasächlich war die Gästeliste hochrangig besetzt. Repräsentanten aus den Bereichen Politik, Justiz, Diplomatie, Kirchen, Verwaltung und Gesellschaft waren gekommen. Sie alle wollten demonstrieren: Alle müssen zusammenstehen und gemeinsam für die freiheitlich demokratische Grundordnung eintreten.

Es war ein fröhlicher unbeschwerter Abend der Begegnung. Ein gelungener Beitrag zum Jubiläumsjahr „1.700 Jahre Judentum in Deutschland“. Und dem harmonischen Empfang war anzumerken, es war nicht nur ein Beitrag, es war gelebte Wirklichkeit in der Oberpfalz.

(gb)