Gute Tropfen aus der Oberpfalz

Brauereien haben in Ostbayern Tradition. Im 15. Jahrhundert erstellte der Regensburger Stadtrat einen Ehrenkodex, der Brauern Geldstrafen für die Verwendung anderer Zutaten als Wasser, Malz und Hopfen androhte. Diese Bierordnung wurde zum Vorbild des bayrischen Reinheitsgebots. Heutzutage gibt es in der Oberpfalz mehr als 500 Biere und über 80 Brauereien.

Die Region Amberg ist das Gebiet mit der höchsten Brauereidichte Deutschlands. Vielfältige Biersorten stammen aus den örtlichen Brauhäusern. Zu den Alkoholspezialitäten der Oberpfalz gehört aber auch Wein. Vor den Toren Regensburg liegt am Donau-Ufer das kleinste und zugleich eines der ältesten Weinbaugebiete Deutschlands. Auf zur Genuss-Reise durch die Tropfen der Region.

Regensburger Landwein – der einzige seiner Art

Einen Beweis für die Vielfalt deutscher Weinanbaugebiete liefert der Regensburger Landwein allemal. Der ursprünglich auf die Römer zurückgehende Baierwein fand 1271 erste Erwähnung. In Klöstern wie St. Emmeram entstanden damals Weingärten und bis nach Passau säumten Weinberge die Donau-Ufer. Heutzutage baut man vor den Toren Regensburgs auf vier Hektarn Wein an und erntet die Reben noch immer von Hand. Den vollmundigen Regensburger Wein sollten auch eingeschworene Bierliebhaber einmal probiert haben.

Ausflugs-Tipp: Auf dem Weinlehrpfad rund um das Weinmuseum lernen Besucher die Rebsorten der Oberpfalz kennen — vom Dornfelder bis hin zum Regent.

Malzige Süße aus Regensburg

Regensburg gilt als größte Mittelalterstadt nördlich der Alpen. Aus dem Mittelalter stammt auch die örtliche Brauerei Kneitinger. Auf 1530 datiert, wurde das Brauhaus 1861 von Familie Kneitinger übernommen. Aus der Produktion stammt der berühmte Kneitinger Bock – ein dunkles Blockbier mit vollmundig malzsüßer Note. In der Brauerei-Gaststätte Kneitinger geht das echt bayrische Traditionsbier seit Jahrhunderten über den Tresen.

Genießer-Tipp: Wie wäre es mit einer Zigarre in passenden Aromen zum süßlich-fruchtigen Bier? Leichte, süßlich-würzige Modelle passen perfekt. Dadurch werden die Aromen des Biers angenehm hervorgehoben.

Würzige Biere aus dem Prösslbräu

Unweit von Regensburg liegt in das Prösslbräu Adlersberg. Das Dominikanerinnenkloster stammt aus dem 13. Jahrhundert und verwendet zum Brauen ausschließlich Malz aus der Umgebung und Hopfen aus der Hallertau. Tägliche Qualitätskontrollen stellen die typische Würze von Bieren wie dem Adlersberg Vollbier, dem Jubiläumsdunkel und dem Klosterpils sicher.

Kombinations-Tipp: Lachs- und Spargelgerichte krönen den erfrischend, leicht herben Geschmack des Adlerberger Pils.

Besondere Biere aus der Region

Eineinhalb Stunden entfernt entsteht im Bad Kötzinger Lindner-Bräu seit 1870 nach höchstem Gütestandard Naturbier. Festbiere wie das Kaitersberg-Dunkel zeichnen sich durch überragende Malzigkeit mit Karamell- und Hopfennote aus. Eine Stunde weiter braut man im Kommunbrauhaus Nittenauer mit einem Regenerativanteil von 94 Prozent fast CO2-neutrale Biersorten. Weitere 45 Minuten entfernt entsteht in der Schlossbrauerei Fuchsberg die Black Lady, die mit feiner Mokkanote und Vanille-Spur besticht. Ein Geschmackserlebnis!

(exb)