Guteneck/Nittenau: Wie Städte und Weihnachtsmarktbetreiber mit der derzeitigen Coronasituation umgehen

Weihnachtsmärkte und Corona – Ob und wie sich das vereinbaren lässt zeigen zwei unterschiedliche Beispiele aus der Oberpfalz.

Die Infektionszahlen in der Oberpfalz steigen rasant. Bereits drei von vier Landkreisen in der nördlichen Oberpfalz haben den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen überschritten. Keine guten Voraussetzungen für die diesjährigen Weihnachtsmärkte. So haben einige Städte in der Oberpfalz bereits vorsorglich ihre diesjährigen Weihnachtsmärkte abgesagt.

Allen voran: Nittenau. Bereits im September entschied sich der Stadtrat einstimmig gegen den Nittenauer Weihnachtsmarkt. Zu groß sei die Gefahr einer Ansteckung, außerdem sei der organisatorische Aufwand zu groß und zu teuer. Der Entschluss sei nicht leichtgefallen, aber notwendig, erklärt Bürgermeister Benjamin Boml in einem Gespräch mit OTV.

Doch es geht auch anders. Veranstalter des Weihnachtsmarktes auf dem Schloss Guteneck Graf Beissel von Gymnich arbeitet derzeit mit Hochdruck an einem Hygienekonzept und zeigt sich optimistisch, seinen Weihnachtsmarkt nicht absagen zu müssen. In diesem Jahr soll hier vor allem Abstand und Maskenpflicht an oberster Stelle stehen. Um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten, werden die rund 120 Stände des Weihnachtsmarktes zudem auf einem größeren Raum verteilt. Außerdem müssen sich die Besucher vorher online für einen bestimmten Zeitraum anmelden.

Wie sich die politischen Beschlüsse bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes in gut vier Wochen allerdings entwickeln ist noch offen.

(Bild: Archivbild aus der Zeit vor Corona)

(ed)