Handlungsbedarf bei flächendeckender medizinischer Versorgung

Mehr als 61 Prozent der oberpfälzer Unternehmen sehen bei einer flächendeckenden medizinischen Versorgung Handlungsbedarf. Das ergab eine Umfrage der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, kurz vbw. Laut vbw ist aber eine gute medizinische Versorgung auf dem Land auch eine sehr wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Unternehmen ansiedeln.

Wegen der Wichtigkeit des Themas veranstaltete die vbw im Regensburger Jahnstadion eine Diskussionsrunde, die digital im Internet übertragen wurde. Dabei wurde unter anderem der Frage nachgegangen, wie die Attraktivität für Ärzte erhöht werden kann, damit sie sich auf dem flachen Land ansiedeln. Weitere Themen waren die Digitalisierung im Gesundheitsbereich, die Investitionen in die Krankenhauslandschaft und die Bürgerversicherung.

Die vbw erteilte der Bürgerversicherung, wie von den Grünen gefordert, eine klare Absage. Würde die private Krankenversicherung wegfallen, dann drohe auch, dass sich die medizinische Versorgung verschlechtert.

Die flächendeckende Versorgung wird auch in den kommenden Jahren Thema bleiben. Das wurde bei der Veranstaltung im Jahnstadion deutlich. Für die vbw hat das Thema einen sehr hohen Stellenwert. Rund 15 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten laut vbw in der Gesundheitswirtschaft. Die Bruttowertschöpfung habe 2019 allein in Bayern 60 Milliarden Euro betragen.

(tb)