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Hirschau: Handy weg vom Steuer!

„Houst a Hirn, lousd as Handy liegn“ – so lautet der Titel einer Verkehrserziehungsaktion des Kreisjugendrings Neustadt an der Waldnaab. Das Ziel: Autofahrer darauf aufmerksam zu machen, welche Gefahren ein Handy am Steuer birgt. Wenn man nur eine Sekunde auf sein Handy blickt und dabei 50 Kilometer pro Stunde fährt, so fährt man 14 Meter im Blindflug. Bei 80 kmh sind es bereits 22 Meter. Und: die allermeisten blicken länger als eine Sekunde auf ihr Handy.

Plakate, Banner, Flyer und Parkuhren sollen darauf aufmerksam machen. Aber nicht nur das. Zusammen mit den Polizeiinspektionen Eschenbach, Vohenstrauß und Neustadt an der Waldnaab sowie den jeweiligen Verkehrswachten sollen auch Kontrollaktionen durchgeführt werden.

Am 10. Oktober etwa werden 25 Kindergarten-Kinder in Eschenbach Autofahrer kontrollieren. Weitere Aktionen in der Art sind geplant. Der Schirmherr und Oberpfälzer Polizeipräsident Gerold Mahlmeister betonte die Wichtigkeit der Sensibilisierung. Denn in der Oberpfalz wurden bei einer Kontrollaktion im vergangenen Jahr 4200 Menschen mit Handy in der Hand am Steuer erwischt. Allein im Landkreis Neustadt an der Waldnaab 220. Die Dunkelziffer liege wahrscheinlich noch viel höher.

Ob und wie oft Handynutzung zu Unfällen führt, wisse man allerdings nicht. Wahrscheinlich sei es jeder 10. Unfall, der durch Unachtsamkeit zu Stande käme. Aber das sei eine vage Angabe. Bei manchen Unfällen sei die Unfallursache schlicht und einfach nicht ersichtlich. Und die wenigsten würden zugeben, dass sie ein Handy benutzt haben, sagte Mahlmeister.

Aber damit immer weniger Leute die Handys am Steuer benutzen, dafür gibt es die Aktion „Houst a Hirn, lousd as Handy liegn.“ (eg)