Hohe Versicherungsprämien für Fahranfänger – das muss nicht sein

Endlich den Führerschein in der Tasche – jetzt fehlt zum Glück nur noch das eigene Auto.

Gerade 18 geworden, jetzt ist es Zeit für den Führerschein und das erste Auto. Doch für viele ist der Traum vom eigenen Auto einfach nicht zu bezahlen. Wer beim Autokauf sowie beim Abschluss der Versicherung ein paar Tipps beachtet, kann bares Geld sparen.

Die Autoauswahl kann helfen

Die Typklasse eines Autos bestimmt unter anderem auch darüber, wie hoch später die Versicherungsprämie ausfallen wird. Ein kleines Auto mit geringem Hubraum und nur wenig PS kostet weniger Versicherungsprämie. Wie sich der Versicherungsbeitrag für ein Auto genau zusammensetzt, erklärt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. unter www.gdv.de. Wer sein Auto geschenkt bekommt, kann an diesem Punkt nicht mehr viel drehen. Dann bleibt noch die Möglichkeit, bei der Auswahl der Versicherung sehr umsichtig vorzugehen. Ein Kfz-Versicherungsrechner, wie er unter www.autoversicherung-vergleich.info zu finden ist, kann dabei helfen, eine günstige Versicherungsgesellschaft zu finden.

Anfänger fahren zu schnell und zu oft unter Alkohol

Da Fahranfänger häufiger in Unfälle verwickelt sind als andere Verkehrsteilnehmer, vor allem aufgrund von Alkohol am Steuer und zu schnellem Fahren, sind am Anfang die Prämien sehr hoch. Die Kfz-Versicherer sind gesetzlich dazu verpflichtet, ein Auto Haftpflicht zu versichern. Denn in Deutschland gilt eine gesetzliche Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge. Die Gesellschaften versuchen jedoch, die Zahl der „Risikokunden“ klein zu halten. Das beste Mittel dafür ist ein höherer Beitrag, dieser lässt dann viele junge Kunden von einem Vertrag Abstand nehmen. Doch es hilft alles nichts, eine Versicherung muss sein.

Ein paar Tipps, wie es doch mit dem günstigen Versicherungsschutz funktionieren kann:

Zweitwagen-Variante

Ist das Auto des Fahranfängers als Zweitwagen der Eltern angemeldet, wird die Einsteiger-Prämie um einiges niedriger. Stuft der Versicherer den Zweitwagen dann noch mit dem Schadenfreiheitsrabatt der Eltern ein, wird es sogar noch günstiger. Das gilt vor allem dann, wenn die Eltern schon lange Zeit unfallfrei fahren. Die Zweitwagen-Variante hat auch einen Nachteil: Wird das Auto später auf Sohn oder Tochter angemeldet, kann es zu einem Prämiensprung kommen. Allerdings fällt die Erhöhung dann nicht so drastisch aus.

Der Elternbonus

Wenn die Eltern ein Auto angemeldet haben, lohnt es sich, bei deren Versicherungsgesellschaft nach einem Elternbonus zu fragen. Damit ist häufig auch eine starke Reduzierung der Anfänger-Versicherungsprämie möglich. Im Unterschied zur Zweitwagen-Variante ist der junge Fahrer von Anfang an auch Versicherungsnehmer und kann sich seinen eigenen Schadenfreiheitsrabatt aufbauen. Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gibt es unter www.bafin.de weitere Informationen dazu.

Die Rabattübertragung

Bei der Rabattübertragung wird der Rabatt von einem Versicherungsnehmer auf einen anderen übertragen. Das funktioniert allerdings lediglich bei Verwandtschaft ersten Grades, also mit Eltern und Großeltern. Wenn Opa seinen Schadenfreiheitsrabatt auf seinen Enkel überträgt, kann dieser sein Fahrzeug günstiger versichern. Für den Großvater bedeutet dies, dass er seinen Anspruch auf eine günstige Kfz-Prämie verliert. Fährt der Großvater ohnehin nicht mehr Auto, ist das eine einfache Lösung. Dabei gilt allerdings: Selbst wenn der Großvater schon 20 Jahre unfallfrei fährt, können dem Enkel nur so viele schadenfreie Jahre angerechnet werden, wie er im Besitz des Führerscheins ist.

Sonderrabatte

Mit einer speziellen Klausel verbunden geben die Versicherer auch Sonderrabatte. So kann die Klausel, dass nur der Fahrzeughalter mit dem Auto fahren darf, die Prämie ebenfalls drücken. Sollte bei einem Unfall jemand anderes gefahren sein, beispielsweise die Freundin des Versicherungsnehmers, dann kann die Versicherung aufgrund des Alleinfahrer-Tarifs die Zahlung verweigern oder das Geld vom Fahrzeughalter zurückverlangen. Weitere Sonderrabatte gibt es für Frauen, für Garagenbesitzer, für alle, die zuvor ein Mofa hatten, und für die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining.

(exb)

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