Hohenburg: Im Zeichen der Fledermaus

Rhinolophus ferrumequinum – die wissenschaftliche Bezeichnung für eine ganz besondere Fledermausart, die vor dem Aussterben bedroht ist. Dahinter steckt die Art Große Hufeisennase und wie der Name bereits verrät ist die Nase, denn der vordere Teil erinnert tatsächlich an ein Hufeisen. Der LBV bemüht sich bereits seit 2012 um die Erhaltung dieser Art und zwar in Form eines LIFE-Naturprojekts. Finanziert von der EU und dem Bayerischen Naturschutzfonds. Heute war Projektabschluss für die beiden letzten Maßnahmen: Den Fledermausturm in Kastl und den Fledermauswanderweg in Hohenburg.

Vorgestellt wurde beides bei einer Wanderung. Dr. Andreas von Lindeiner, Artenschutzreferent des LBV, erklärte dabei: Die Große Hufeisennase ist die seltenste Fledermausart Deutschlands. Denn durch die industrielle Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden gibt es für sie immer weniger Nahrung. Aber die Bemühungen des LBV ein echter Erfolg. Denn die Kolonie sei inzwischen von 67 auf heuer 184 Tiere angewachsen. Ein Schlüsselfaktor zum Überleben dieser Fledermausart ist der Insektenreichtum auf den pestizidfreien Flächen des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Für den langfristigen Erhalt der Art müssen aber noch weitere Kolonien entstehen. Darum fördert der LBV Lebensräume und neue Quartiere.

Mit einer Summe von einer Million Euro wurde das Projekt gefördert – von EU, dem Naturschutzfonds und dem Naturpark Hirschwald.

(sd)