Immenreuth: Sparkasse und Raiffeisenbank kooperieren im „FinanzPunkt“

In Immenreuth hat der bayernweit erste „FinanzPunkt“ eröffnet – eine Kooperation zwischen Sparkasse und Raiffeisenbank. Das Ziel ist es, weiterhin gut in der Fläche für Kunden erreichbar zu sein.

Überweisungen, Kontoauszüge – all das geht inzwischen bequem online. Wie viele andere Branchen verlagert sich auch das Finanzwesen immer mehr ins Digitale. Eine Folge: Viele Geschäfts- und Beratungsstellen, vor allem in kleineren Ortschaften, verschwinden. Mit einem neuen Modell wollen im Landkreis Tirschenreuth die Sparkasse Oberpfalz Nord und die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG zusammenarbeiten, um weiter vor Ort für Kunden erreichbar zu sein. Sie betreiben ab sofort eine gemeinsame Beratungsstelle in Immenreuth im Landkreis Tirschenreuth.

Der Gedanke dahinter ist, dass man weiter für seine Kunden da sein wolle, so Ludwig Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberpfalz Nord und Joachim Geyer, Vorstandssprecher der Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG. Man müsse auf die Herausforderungen der heutigen Zeit reagieren. Da sich immer mehr Kundeninteraktion ins Digitale und das Online-Banking verlagere, seien Filialen vor Ort weniger frequentiert. Das einfachste wäre es zwar, die Beratungsstellen zu schließen. Doch das wollen beide Seiten nicht. Die Zusammenarbeit im FinanzPunkt ermögliche es, nahe beim Kunden zu bleiben.

Es ist der erste eröffnete FinanzPunkt in Bayern, Vorbilder gebe es zum Beispiel bereits in Hessen, so Ludwig Zitzmann. Die Stelle wird abwechselnd für Beratungen besetzt sein. Montag und Mittwoch von der Raiffeisenbank, Dienstag und Freitag von der Sparkasse. Es sei eine gute Zusammenarbeit für alle Seiten, sind beide Partner überzeugt – vorteilhaft nicht nur die für Sparkasse und die Raiffeisenbank, sondern auch für die Gemeinde Immenreuth und natürlich die Kunden.

Auch zweiter Bürgermeister Josef Hecht freut sich über die Entwicklung des Gebäudes in der Kemnather Straße. Dieses wird nämlich auch zum neuen Immenreuther Rathaus werden. Die Gemeindeverwaltung soll bis Ende des Sommers dort einziehen. Das alte Rathaus soll dann zu einem Bürgerhaus werden, so der Bürgermeister.

(az)