Kastl: Die Zukunft der Klosterburg

Die Klosterburg Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach wird aktuell zu einer Hochschule für den öffentlichen Dienst, Fachbereich Polizei, saniert. Keine einfache Aufgabe für das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach, das hat sich während der Bauarbeiten gezeigt. Doch trotz vieler Herausforderungen schreiten die Sanierungsarbeiten voran. Bereits im kommenden Frühling sollen die ersten Studierenden einziehen.

Etwa 1200 Jahre Baugeschichte vereint die Klosterburg Kastl in sich. Die Anlage im Landkreis Amberg-Sulzbach ist quasi ein historisches Mosaik, mit Teilen aus der Romanik und der Gotik aber auch aus den 1950-er und 60-er Jahren. Sie war bereits Kloster, Gerichtsgebäude sowie ein ungarisches Gymnasium. Die aktuellen Sanierungsarbeiten sind deswegen von vielen unvorhergesehenen Überraschungen geprägt. Schadstoffe wie Asbest, Statik-Probleme und weitere Herausforderungen: Das alles hat unter anderem dafür gesorgt, dass die Kosten von ursprünglich 37,4 Millionen Euro auf rund 60 Millionen Euro gestiegen sind. Der große Dachstuhl etwa, der sich über vier Ebenen erstreckt, musste aufwendig stabilisiert werden.

60 Studierende der Polizei sollen im kommenden Frühjahr schon hier untergebracht werden. Vorerst werden sie nur in Kastl übernachten und weiterhin im Ausbildungsstandort Sulzbach-Rosenberg unterrichtet werden. Das soll sich aber ändern, wenn die komplette Klosterburg – voraussichtlich im Sommer 2023 – fertig ist. (az)