Kein Kauf auf Rechnung mehr? – Darum bieten immer weniger Onlineshops den Rechnungskauf an

Kreditkarte, Bankeinzug oder PayPal, an all diese Optionen haben Kunden in Onlineshops sich schon längst gewöhnt. Der Kauf auf Rechnung ist hingegen immer mehr zur Seltenheit geworden, dabei bietet der Rechnungskauf seine ganz besonderen Vorzüge.

So funktioniert der Kauf auf Rechnung

Beim Kauf auf Rechnung bestellen Kunden ihre Ware und haben nach Erhalt in der Regel 14 Tage Zeit, um die Ware eingehend zu prüfen. Erst nach Ablauf dieser Prüffrist müssen sie den fälligen Betrag überweisen. Innerhalb dieser Zeit haben Käufer natürlich auch jederzeit die Möglichkeit, die Ware ganz einfach wieder zurückzuschicken.

Das ist für Kunden natürlich erst einmal praktisch, denn gefällt ihnen die Ware nicht, so müssen sie nicht erst auf den Erhalt ihres bereits gezahlten Geldes warten. Bis das nämlich wieder auf dem eigenen Konto ist, muss der Onlineshop ja auch die eingegangene Ware erst einmal prüfen.

Und weil einige Shops sogar noch großzügigere Zahlungsfristen gewährleisten, können Kunden oftmals sogar die Frist bis zum nächsten Gehalt bequem überbrücken. Für Onlineshops ist der Rechnungskauf aber nicht ganz so unproblematisch.

Das müssen Onlineshops beim Rechnungskauf gewährleisten

Natürlich bietet der Kauf auf Rechnung auch für einen Onlineshop Vorteile. Durch eine zusätzliche Zahlungsmethode ist der Kauf in einem bestimmten Shop für viele Kunden attraktiver. Da die Konkurrenz im Zweifelsfall nur einen Klick weit entfernt ist, müssen Onlineshops sich möglichst breit aufstellen und eben auch für sie unbequeme Zahlungsmethoden anbieten.

Unbequem ist der Rechnungskauf für den e-Commerce aber in jedem Fall. Denn um sicherzustellen, dass die Kunden auch zahlungskräftig sind, müssen Wirtschaftsauskunfteien (wie die Schufa) genutzt werden. Das fordert natürlich Zeit und Ressourcen.

Für einen Shop ist jeder Kauf auf Rechnung mit dem Risiko verbunden, dass Kunden nicht zahlen können oder einfach nicht rechtzeitig zahlen. Die Warenausgänge und Geldeingänge müssen also zeitlich versetzt miteinander abgeglichen werden.

Auch interne Datenbänke über schlecht zahlende Kunden sollten Onlineshops pflegen, ein weiterer Kosten- und Zeitfaktor. Zahlen Kunden erst einmal nicht, so müssen Zahlungserinnerungen und Mahnungen verschickt werden, was die Zahlung noch einmal verzögert.

All dies macht den Kauf auf Rechnungen für Shops zum potentiellen Risiko, zeitlich und personell sind die Aufwendungen vergleichsweise hoch, um einen flüssigen Ablauf zu gewährleisten. Diese höheren Kosten gelten insbesondere dann, wenn die Abwicklung über den Rechnungskauf über einen externen Anbieter läuft.

Gerade diese höheren Kosten für Onlineshops haben den Kauf auf Rechnung in den letzten Jahren aus immer mehr Zahlungsoptionen verschwinden lassen. Wenn Onlineshops mit immer kleineren Margen kalkulieren müssen, dann zählen auch kleinere Einsparungen.
Hinzu kommt, dass Onlineshops und Zahlungsmethoden wie PayPal auch ohne den Rechnungskauf einen umfassenden Käuferschutz gewährleisten können. Funktioniert etwas nicht, weicht der bestellte Artikel von der Beschreibung ab oder gefällt den Käufern schlichtweg nicht, können diese ihn immer noch zurückschicken und eine Erstattung erhalten.

Der Rechnungskauf ist hierfür schlichtweg nicht notwendig, lediglich die Käufer müssen auf die Erstattung warten. Daran haben diese sich online aber längst gewöhnt – auch weil Branchenprimus Amazon und eBay vormachen, dass Käuferschutz auch ohne Rechnungskauf funktioniert.

Online ohne Rechnung kaufen

Nur weil immer weniger Onlineshops den Kauf auf Rechnung nicht mehr anbieten, bedeutet das nicht, dass Geld-zurück-Angebote und Garantien weniger wirksam wären. Der Käuferschutz ist in Deutschland extrem wichtig und an diese Kriterien müssen sich auch Onlineshops halten, unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode.

Mit immer beliebter werdenden Alternativen mit einem unkomplizierten Ratenkauf-Modell. So können Onlineshops auch für Kunden, die knapper bei Kasse sind, bequeme Zahlungsvarianten anbieten. Ganz neu hingegen ist die Möglichkeit, sich bei Pays Gutscheine auf Rechnung zu kaufen und diese dann im Online-Shop seiner Wahl einzulösen.

(exb)