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Kemnath: Claudia Roth „Mittendrin“ in der Region

Ein Ort, an dem man die starke, mutige und demokratische Zivilgesellschaft Deutschlands erleben könne: So beschreibt Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth das Familienzentrum Mittendrin.

Die Spitzenkandidatin von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN ist nach Kemnath gereist, um vor Ort gelebte Integration zu erleben. Denn Integration in Deutschland läge ihr sehr am Herzen. Sie sei begeistert von der geleisteten Arbeit im Familienzentrum.

Das Mittendrin gibt es bereits seit über fünf Jahren. Es soll ein multinationaler Treffpunkt für Menschen aller Generationen sein, beschreibt Jessika Wöhrl-Neuber, die Leiterin, das Zentrum. Der Besuch von Frau Roth sei für sie eine unglaubliche Wertschätzung. Denn das Mittendrin wird größtenteils ehrenamtlich betrieben.

Für Claudia Roth ist das Familienzentrum ein Beispiel gelungener Integration. Denn alles entstehe in den Kommunen. Hier vor Ort kämen die Menschen an und entwickeln ein Gefühl von Meinungsfreiheit, von Demokratie, merken, dass auch ihre Stimme Gewichtung hat. Und all das, was Menschen hier erfahren, würden sie den Rest ihres Lebens mit sich tragen. Und genau deshalb müssten Kommunen bei ihren vielfältigen Aufgaben von staatlicher Seite mehr unterstützt werden.

Und auch die Flüchtlinge selbst richteten das Wort an die Bundestagsvizepräsidentin. Er möchte sein Geld selbst verdienen, erzählt Malek AL Saadi. In seiner Heimat habe er als Frisör gearbeitet. Doch hier in Deutschland sei es schwierig für ihn. Vor allem bürokratische Hindernisse stellen große Probleme da. Auch hier stimmt Claudia Roth zu. Diese bürokratische und politischen Hindernisse müssten beseitigt werden. (ms)