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Kinotipp: Bibi und Tina – ein Familienfilm zur Flüchtlingskrise

Bibi und Tina sind zurück auf der Leinwand. Doch in ihrem mittlerweile vierten Kinoabenteuer sind sie nicht allein. Sie haben Adea, Sinan und Karim im Gepäck. Auch Tinas Freund Alex hat Verstärkung dabei. Eine Band aus Mali, die er im Urlaub kennengelernt hat.

Bibis und Tinas neue Bekanntschaften sind allesamt auf der Flucht. Während Sinan und Karim vor dem Krieg in Syrien fliehen, entflieht Adea ihrer strengen Familie, in der ein Mädchen nichts wert ist. Doch schon bald sind ihr ihre Cousins auf den Fersen. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt.

Unterschlupf finden alle auf Schloss Falkenberg. Doch auch dort herrscht das Chaos. Denn Graf Falko will umbauen. Eigentlich nur die Fassade sanieren, doch Bauunternehmer Dirk Trumpf plant etwas viel größeres. Er will gleich eine Mauer um das Schloss ziehen. Währenddessen plant Alex ein Musik-Festival auf dem Schlossgelände.

Tohuwabohu total. So lautet auch der Titel des vierten Films über die Freundschaft der Hexe Bibi Blocksberg und Tina. Viel gehext wird diesmal nicht. Die Handlung setzt eher auf natürliche Kräfte wie Zusammenhalt und Willenskraft. Liebeskummer, Familienkonflikte und Identitätskrisen, aber auch die Flüchtlingskrise, Entwicklungshilfe und Friedensbewegungen werden thematisiert. Dirk Trumpf als Anspielung auf US-Präsident Donald Trump macht den Rundumschlag aufs Weltgeschehen perfekt.

Etwas viel für einen Film, wenngleich sich Regisseur Detlev Buck um Leichtigkeit bemüht. Die talentierten jugendlichen Hauptdarsteller entführen die Zuschauer in einen Bilderbuchsommer voller Abenteuer, in dem so ganz nebenbei Integrationsarbeit geleistet werden soll. „Bibi und Tina: Tohuwabohu total“ ist ein Familienfilm. Mit einer etwas konstruierten Handlung zwar, aber gute Laune macht er trotzdem.

(eg)