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Kinotipp: Der dunkle Turm

Stephen Kings episches Werk „Der dunkle Turm“ kommt ins Kino: Was der Schriftsteller in acht Bände packte, will Regisseur Nikolaj Arcel in eine Stunde und 35 Minuten packen. Und es gelingt ihm auch, in dem er die Handlung auf das Wesentliche reduziert und alle Nebenhandlungen und Verweise ausspart. Für die Buchfans vielleicht eine Enttäuschung, für alle anderen angenehm. Denn auch ohne die Bücher zu kennen, ist die Handlung verständlich. Und darum geht es:

Neben der „normalen Welt“ gibt es mehrere Paralleluniversen. Das wissen aber die Bewohner der Erde nicht. Nur der kleine Junge Jake Chambers hat immer wieder Visionen, die ihm zeigen, dass die totale Zerstörung bevorsteht. Und zwar durch den schwarzen Mann Walter O’Dim.

Denn der schwarze Mann will den dunklen Turm zerstören. Der allerdings hält alle Welten zusammen. Wird er zerstört, so werden alle Erden zerstört. Der dunkle Turm ist in der Endwelt. Und genau dort will auch Revolvermann Roland Deschain hin. Er ist der einzige, der den schwarzen Mann stoppen kann und so den Untergang aller Welten verhindern würde. Allerdings ist das nicht sein einziger Antrieb. Der schwarze Mann hat die komplette Familie des Revolvermannes ausgelöscht. Und dafür will Roland Rache.

Roland und Walter sind Erzfeinde, streiten sich über alle Zeiten und Erden hinweg, sind in einem ewigen Kampf verstrickt. Und plötzlich zeigt sich: der Kampf kann nur durch den kleinen Jungen mit den Visionen gewonnen werden – Jake Chambers.

Ein düsterer Film, voller Horror, Rache und Blut. Ein durch und durch böser schwarzer Mann trifft auf einen gebrochenen, rachsüchtigen Revolvermann. Und ein kleiner Junge wird zum Spielball. In gewohnter Stephen King Manier stockt dem Zuschauer der Atem. Das Böse ist so allgegenwärtig wie die Gänsehaut. „Der dunkle Turm“ ist nichts für schwache Nerven. (eg)