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Kümmerbruck: Ilse Aigner bei Grammer

Bange Zeiten beim Autozulieferer Grammer mit Sitz in Amberg. Denn die bosnische Unternehmensfamilie Hastor, die mittlerweile rund zwanzig Prozent Aktienanteile hält, hat offenbar ganz eigene Pläne was die Aktiengesellschaft angeht. So gab es etwa vom Investor Cascade, hinter dem Hastor steht, die Forderung fünf der sechs Aufsichtsratsmitglieder neu zu besetzen und dem Vorstand das Vertrauen zu entziehen. Hastor will also Einfluss nehmen, und das beäugt wohl nicht nur die Unternehmensspitze mit Sorge.

Doch jetzt könnte es neuen Rückenwind für die Grammerführung geben. Denn keine geringere als Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat dem Grammer-Werk in Haselmühl bei Kümmersbruck heute einen Besuch abgestattet. Dort hat sie nicht nur sich nur über die Erfolge des Unternehmens im Bereich der Sitze und Sitzsysteme informiert, sondern fand auch Zeit für ein vertrauliches Gespräch mit der Unternehmensspitze. Bei der anschließenden Pressekonferenz zeigte auch sie sich beunruhigt.

Denn noch ist wohl nicht klar, was Hastor eigentlich genau plant. Eine Kontaktaufnahme mit dem Aktionär sei bislang missglückt, auch die Ministerin Aigner sei hier erfolglos geblieben, erzählt Hartmut Müller, der Vorstand der Grammer AG.

Einen vielleicht wichtigen Zeitgewinn gibt es aber bereits: Die Forderung nach einer außerordentlichen Hauptversammlung von der Investorenfirma Cascade hat das das Amtsgericht Amberg abgelehnt. Die nächste reguläre Hauptversammlung ist im Mai.

(nh)