Labradoodle: Warum das Zusammenleben mit dem Familienhund Kindern guttut

Seit einigen Jahren entscheiden sich besonders viele Menschen in ganz Deutschland dafür, einen Hund in ihre Familie aufzunehmen. Schließlich ist ein Hund ein treuer Gefährte, leistet seinen Besitzern Gesellschaft und animiert dazu, sich mehr zu bewegen. Noch wichtiger ist vielen Menschen allerdings: Ein Hund bereichert das Familienleben und das Zusammenleben mit dem Tier wirkt sich gerade auf Kinder besonders positiv aus. Insbesondere echte Familienhunde wie der Labradoodle liegen daher voll im Trend. 

Deutschland wird immer mehr zum „Hunde-Land“

Keine Frage, Hunde waren in Deutschland als Haustiere schon immer besonders beliebt. Studien belegen jedoch, dass die Zahl der in Deutschland lebenden Hunde in der Zeit von 2013 bis 2018 von etwa 6,8 auf rund 9,4 Millionen gestiegen ist. Im Zuge der Corona-Pandemie, in deren Verlauf sich besonders viele Menschen für ein Haustier entschieden haben, dürfte diese Zahl noch einmal deutlich angestiegen sein. 

Die Gründe, die den einzelnen dazu veranlassen, sich für ein Haustier zu entscheiden, können unterschiedlich sein. Während manche sich aus Einsamkeit für einen tierischen Gefährten entscheiden, suchen die anderen nach einem unternehmungslustigen Sportpartner. Einer der wichtigsten Gründe, um sich für ein Haustier zu entscheiden, sind gerade bei Familien jedoch die positiven Auswirkungen der Tierhaltung auf Kinder. Es scheint daher wenig verwunderlich, dass gerade Rassen wie der Labradoodle, die besonders gut als Familienhunde geeignet sind, hierzulande auf dem Vormarsch sind. 

Das macht den Labradoodle aus 

Der Labradoodle ist ein sogenannter Hybridhund. Das bedeutet, dass dieser Hundetyp aus einer Kreuzung zweier reinrassiger Elterntiere entsteht. Im Falle des Labradoodles sind das Labrador und Pudel.  

Ziel dieser Kreuzung ist es, die positiven Eigenschaften der jeweiligen Elterntierrassen in den Nachkommen zu vereinen. Bei der Kreuzung von Pudel und Labrador sollten insbesondere das intelligente, gelehrige Wesen und das pflegeleichte Fell des Pudels mit der hohen Sozialkompetenz und Robustheit des Labradors kombiniert werden. 

Das ist geglückt, schließlich besticht die neue Hunderasse, der Labradoodle, mit seiner aktiven, lernbereiten Art sowie mit seinem besonderen, durch das weiche, lockige Fell gekennzeichneten Aussehen. 

Allerdings ist es nicht allein das Aussehen des mittelgroßen bis großen Hundes, der ein Gewicht von 22 bis 30 kg erreichen kann, das viele Familien überzeugt. Vielmehr ist es gerade die Unkompliziertheit der Hunderasse, die Familien die Entscheidung leicht macht:

Zum einen verliert der Labradoodle besonders wenige Haare. Aufgrund des geringen Fellverlusts gilt er als besonders gut auch für Allergiker geeignet und löst darüber hinaus keinen großen Reinigungsaufwand in den eigenen vier Wänden aus. Zu bedenken ist lediglich, dass das lockige Fell des Labradoodles regelmäßig geschoren werden sollte. Etwa alle 2 Monate ist daher ein Besuch im Hundesalon ratsam. 

Gerade für Familien vorteilhaft ist außerdem, dass der Labradoodle meist menschenbezogen, anhänglich, geduldig und äußerst gelehrig ist. Beim gemeinsamen Spielen, bei Spaziergängen und auch im Alltag ist er daher ein treuer und verlässlicher Weggefährte. 

Warum ein Labradoodle das Familienleben bereichert

Wer einen Hund in seinen Haushalt aufnimmt, darf sich im Falle eines Labradoodles nicht nur über einen fröhlichen Spielgefährten freuen. Vielmehr hat das Halten eines Familienhundes viele positive Auswirkungen auf Kinder und Erwachsene, die im Haushalt leben.

Während Erwachsene meist von mehr Ausgeglichenheit und Bewegung durch das Haustier profitieren, sind die positiven Auswirkungen auf Kinder sogar noch zahlreicher: Wissenschaftlich konnte nämlich bewiesen werden, dass ein Hund als Haustier insbesondere die Gesundheit, das Sozialverhalten und das Immunsystem von Kindern stärken kann.

Insbesondere die Pflege des Hundes, das tägliche Spazierengehen sowie die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse des Tieres sorgen dafür, dass Kinder, die mit einem Hund aufwachsen, meist sozialer sind als andere.  

Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass Kinder, die bereits im Säuglingsalter regelmäßig Kontakt zu Hunden haben, seltener krank werden. Im Rahmen einer finnischen Untersuchung konnte belegt werden, dass die Anfälligkeit der Kinder etwa für Ohrenentzündungen oder Erkältungskrankheiten deutlich niedriger war als bei anderen. 

Allerdings beschränken sich die gesundheitlichen Vorteile der Hundehaltung für Kinder nicht allein auf das Säuglingsalter. Vielmehr haben Kinder, die mit Hunden aufwachsen, ein deutlich niedrigeres Risiko, im späteren Lebensverlauf Allergien zu entwickeln oder an Asthma zu erkranken. 

Erklärt werden diese erstaunlichen Auswirkungen der Hundehaltung damit, dass Kinder, die mit Hunden zusammenleben, natürlicherweise bereits recht früh mit verschiedensten Bakterien konfrontiert werden. Das allerdings ist nicht negativ zu bewerten, sondern sorgt dafür, dass die Kinder ein widerstandsfähigeres Immunsystem ausbilden. Hierzu trägt beispielsweise auch das Spazierengehen mit dem Hund bei jedem Wetter bei.

Es lässt sich daher sagen: Das Zusammenleben mit einem Hund ist für Eltern und Kinder auf vielen Ebenen bereichernd. Besonders reibungslos und unkompliziert klappt es, wenn sich Familien für eine unkomplizierte Hunderasse wie den Labradoodle entscheiden. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Gefährte auf vier Pfoten schnell und ideal in das Familienleben integriert, besonders groß.

(exb)