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Denkmal für Zoigl-Kultur

Der echte Zoigl vom Kommunbrauer ist ein Oberpfälzer Kulturgut. Unbestritten und eingetragen als Marke. Dennoch überschwemmen in Flaschen abgefüllte Zoigl-Biere den Getränkemarkt. Große Brauerein entdecken das traditionelle Gebräu für sich. Nur ist das in den Augen der Kommunbrauer aus den Zoigl-Gemeinden gar kein Zoigl. Sondern eine Bedrohung. Ein Kunstprojekt soll nun die echte Tradition wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Allerdings ist das nicht ganz unumstritten.

Insgesamt fünf Skulpturen sollen aufgestellt werden. Bis zu 4,50 Meter hoch. In den Kommunen Eslarn, Windischeschenbach, Neuhaus, Falkenberg und Mitterteich sollen sie auf das handwerkliche, gemeinschaftliche Brauen aufmerksam machen. Die Entwürfe für die Figuren wurden schon vorgestellt und stießen nicht überall auf Wohlwollen.

In Mitterteich etwa war der Stadtrat teilweise nicht einverstanden mit der Ausführung. Außerdem gab es Kritik an der Wahl des Künstlers. Der Amberger Harald Bäumler gestaltete alle fünf Figuren. Doch einige waren der Meinung, dass hiesige Künstler die Entwürfe anfertigen hätten sollen. Auch Falkenberg zeigte sich nicht zufrieden mit der Gestaltung. In beiden Fällen wurde aber jetzt nachgebessert. Inzwischen sei man sich ziemlich einig, sagte Heribert Bäumler vom Kulturverein Bohème in Amberg.

Der Kulturverein kümmert sich um die Realisierung des Projekts und übernimmt sogar 10 Prozent der Kosten, also 25.000 Euro. Die Skultpuren sollen Besucher aufmerksam machen auf die Besonderheit der fünf Kommunen. Sie seien ohnehin schon mit einem Radweg verbunden, die Figuren sollen dazu verleiten, alle Kommunen zu besuchen, sagte Norbert Neugirg. Er hatte die Idee zu diesem Kunstprojekt bereits vor Jahren.

Nur wer alle Figuren besuche, erkenne das Gesamtkunstwerk. Das Gesamtkunstwerk Oberpfälzer Zoigl. (eg)

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