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Ein Vorbild für den Ökolandbau

Auf kargen Böden entsteht neues Leben, auf vormals brachen Flächen weiden Tierarten, die von Aussterben bedroht sind: Der Biolandhof der Familie Schmidt in Grenzmühle arbeitet derart im Einklang mit der Natur, dass er zu den fünf besten in ganz Deutschland zählt. Im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Ökologischer Landbau“ informierte sich eine fünfköpfige Jury vor Ort über den Hof.

Die Familie Schmidt setzt auf Diversität. Gezwungenermaßen. Der Boden im Steinwald mache die Landwirtschaft schwierig. Nischenanbau und Kreativität zahlen sich hier aus. Tompinanbur, Wirsing, Fenchel: Die alten Gemüsesorten finden großen Anklang. Auf den Weiden stehen Tierarten, die sehr selten geworden sind, etwa das Rote Höhenvieh oder Thüringer Waldziegen. Ein Konzept, das die Jury überzeugt.

Einmalig in Bayern ist der Anbau von Bio-Mohn. Er sei zwar sehr gefragt, aber das war nicht der Grund für die Aussaat. Es war eher eine Bauchentscheidung. Er esse einfach gerne Mohnkuchen, erzählt der Biobauer. Das Authentische und Idealistische überzeugte nicht nur die Jury des Bundeswettbewerbes. Auch für die Ökomodellregion Steinwald-Allianz ist es ein Gewinn. Touristen würden sich über die bunten Felder und alten Tierarten freuen. Der Biolandbau soll in der Region weiter etabliert werden. (eg)

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