Gedankenaustausch zur bayerisch-tschechischen Regionalkooperation

Als Tagungsort für eine Sitzung zur Regionalkooperation über die Grenze zwischen Bayern und Böhmen hinweg war der Dorftreff in Albersrieth bei Waldthurn schon mal eine örtlich treffende Wahl. Es ging um einen Gedankenaustausch für die anliegende Periode der nächsten vier Jahre. Etwa die Entwicklung der Gemeinden als strategischer Ansatz. Wobei der Tourismus nach wie vor als eine der tragenden Säulen zu betrachten ist, wie es Willi Perz vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz sieht. In Bayern traditionell gut eingefahren, auf tschechischer Seite noch weniger, aber mit starkem Wachstum.

Sorgen bereitet zunehmend die demographische Entwicklung, auf beiden Seiten der Grenze. Viele junge Leute wandern aus dem ländlichen Raum nach wie vor ab, um Arbeit zu finden in den wirtschaftlich starken Ballungsräumen. Da gilt es gegenzusteuern mit einer attraktiven Aufwertung der dörflichen Infrastruktur. Der Gestaltung der Ortskerne schreibt der Bürgermeister von Waldthurn, Josef Beimler, dabei eine große Bedeutung zu.

Das Thema bereitet ebenso Sorgen auf bei den tschechischen Nachbarn. Also gehen da die Überlegungen in die gleiche Richtung.
Der Vizepräsident der Region Pilsen, Frantisek Podlipsky, sieht die Notwendigkeit, gerade für junge Menschen Bedingungen zu schaffen, die das Leben auf dem Land angenehm machen. Stimmen müsse auch die soziale Atmosphäre.

Die Anregungen für eine weitere Arbeit sind also gegeben. Die Botschaft muss nun beim Bürger ankommen. Der will vor allem wissen, was er jeweils davon hat. Die thematischen Ansätze für verschiedene Vorhaben haben sich also mit dieser Sitzung schon mal ergeben. Wie was dann letztlich umzusetzen ist, wird schließlich auch Gegenstand sein bei der 10. Regionalkonferenz am 9. Und 10. Mai in Neustadt/WN.