Kindesmissbrauch: Säugling in Kühlschrank gesteckt

Eine unfassbarer Fall von Kindesmisshandlung: ein 39-jähriger Vater aus Altenstadt an der Waldnaab ist verhaftet worden, weil er sein vier Wochen altes schreiendes Baby in den Kühlschrank gelegt, geknebelt und geschlagen haben soll.

 „Unfassbar!“, „Eine schlechte Welt!“, „Wo soll das noch hinführen?“ Die Reaktionen heute morgen in Altenstadt an der Waldnaab (Oberpfalz) waren geprägt von dem Entsetzen über eine besonders verwerfliche Art von Kindesmisshandlung.

Heute Morgen ist bekannt geworden, dass bereits im Juli ein 39-jähriger Vater seinen damals vier Wochen alten Säugling gequält haben soll. Um das schreiende Baby zum Schweigen zu bringen, soll er es unter die Wasserleitung gehalten haben, geschlagen haben, geschüttelt haben, er soll dem Kind ein Tuch in den Mund gestopft haben und es schließlich in den Kühlschrank gelegt haben. Das Baby hat überlebt.
Gegen den 39-jährigen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Weiden Haftbefehl wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung erlassen. Er sitzt in Untersuchungshaft und soll demnächst psychiatrisch untersucht werden, wie Oberstaatsanwalt Gerhard Heindl heute im Interview mit Oberpfalz TV sagte.

 Gegen die Mutter des Babys gebe es bislang keine Verdachtsmomente. Offenbar hat sich die Frau nicht gegen den mächtigen Mann durchsetzen können.

Die Misshandlungen hatten aufmerksame Nachbarn angezeigt. Ihnen waren die ungewöhnlichen Geräusche in der Wohnung der Familie nebenan aufgefallen und hatten die Polizei verständigt. (gb)