Kliniken am Budget-Limit

Am Klinikum in Weiden hat sich in letzter Zeit einiges getan. Da wurden Strukturen angepasst im Sinne einer Modernisierung und da gibt es auch einiges vorzuzeigen. Die operative Intensivstation etwa ist technisch auf den Stand der Zeit gebracht, hat sich zudem räumlich vergrößert. Es gibt mehr Betten, die Patienten können länger und intensiver behandelt werden.

Eine in diesem Bereich komfortable Ausstattung, von der sich jetzt auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Werner Schieder ein Bild gemacht hat. Sein Fokus als Bedenkenträger richtet sich aber eher auf die Attraktivität des Berufsbildes im Pflegebereich. Da geht es schon mal um eine angemessene Bezahlung, für die chronisch angespannte Finanzsituation der Krankenhäuser nicht einfach zu lösen. Da müsse eine tarifliche Anpassung vorgenommen werden.

Die Krankenkassen sind ja momentan gut ausgestattet, da wäre Spielraum drin. Gesundheitsminister Daniel Bahr indes trägt sich aber eher mit dem Gedanken, die Honorarsätze für die Ärzte anzuheben mit einer neuen Gebührenordnung. Für die Zahnärzte hat sich diese Segnung schon voriges Jahr ergeben, dem Minister sei´s gedankt. Dazu noch stehen in der Überlegung weitere Wohltaten, von denen Apotheker und Pharmakonzerne profitieren dürften. Alles in allem geht es dabei um Milliardenbeträge. Währenddessen arbeitet das Pflegepersonal in Kliniken und Heimeinrichtungen am Leistungslimit und für eine Bezahlung auf eher niedrigem Niveau. Und dabei wäre Geld bitter nötig, um an Krankenhäusern wie in Weiden etwa bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen für das Pflegepersonal. Das bringe ohnehin schon Leistungen, die am Limit zu sehen seien, wie der Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, Josef Götz, feststellt.